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Aktuell Deutschland

G7-Gegner zu erschöpft für weitere Demonstration

Man sei schon so viel gelaufen, erklärten die Gegner des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. Deshalb schenkten sich die Aktivisten ihre geplante Abschlußdemonstration.

Zum Schluss war es nur noch ein kleines Häuflein "Aufrechter" von knapp 150 Menschen, das in Garmisch-Partenkirchen in den bayerischen Alpen zur Abschlusskundgebung des Aktionsbündnisses "Stop G7 Elmau" zusammenkam. Dabei erneuerten die Gipfelgegner ihre Kritik an dem massiven Polizeiaufgebot während des Treffens der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen.

Eine ursprünglich geplante weitere Demonstration durch das in der Nähe des G7-Tagungshotels Schloss Elmau gelegene Garmisch sagten die Aktivisten ab. Sie seien am Sonntag bei ihren Demonstrationen und ihrem Sternmarsch schon so viel gelaufen, erklärten die Gipfelgegner lapidar.

Protestcamp abgebaut

Ihr Camp am Fluss Loisach bauten die Gipfelgegner derweil ab. Dort hatten zu Beginn der Proteste nach Angaben des Aktionsbündnisses etwa 1200 Menschen gezeltet. Bereits in der Nacht zum Montag standen aber nur noch wenige Dutzend Zelte auf dem Gelände. Dieses ist durch wiederholte schwere Regenfälle in den vergangenen Tagen stark aufgeweicht.

Großes Polizeiaufgebot in Garmisch

Großes Polizeiaufgebot in Garmisch

Die Polizei zog derweil ein positives Fazit ihres Großeinsatzes während des Gipfels. Man habe mit deutlich mehr Demonstranten und Gewalt gerechnet, sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer. 300 bis 500 Aktivisten in Garmisch-Partenkirchen seien "eindeutig gewaltbereite Autonome" gewesen. Es habe es aber "keine nennenswerten Störungen" gegeben, erklärte Kammerer.

Die Polizei habe durch ihre massive Präsenz deutlich gemacht: "Wer nicht friedlich demonstriert, könnte danach ein Problem bekommen."

Acht Polizisten verletzt

Nach Angaben Kammerers wurden acht Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Dieser habe bei der Demonstration am Samstag Feuerlöschpulver eingeatmet. 72 Menschen seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Derzeit sei niemand mehr in der Gefangenensammelstelle vor Ort. Zwei Männer kamen aber ins Gefängnis: ein 33-jähriger Österreicher, der einen Suppenteller auf Polizeibeamte geworfen haben soll, sowie ein 24 Jahre alter Deutscher, der einen "Holzpfeil, einen speerartigen Gegenstand auf einen Kollegen geworfen hat", teilte der Polizeisprecher mit.

wl/sti (dpa, afp)