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Aktuell Welt

G7-Außenminister beraten Krisenherde der Welt

Es ist ein bedeutungsschwerer Ort, an dem sich die G7-Außenminister treffen: In Hiroshima sprechen die Minister der wichtigsten Industrienationen unter anderem auch über nukleare Abrüstung.

Runder Tisch der G7-Außenminister (Foto: Getty Images/AFP/T. Kitamura)

Zum Auftakt ein Foto für die Pressefotografen - allerdings ohne Steinmeier

Gastgeber Japan will mit der Wahl des Ortes Hiroshima eine Botschaft für nukleare Abrüstung und Frieden aussenden. Außenminister Fumio Kishida plädiert damit für eine Welt "ohne Atomwaffen". Das Treffen findet statt, nur kurz nachdem Nordkorea ein neues Raketentriebwerk testete, das das Land in die Lage versetzen soll, Ziele in aller Welt mit Atomwaffen anzugreifen.

Mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Abwurf einer Atombombe auf Hiroshima ist John Kerry das bislang höchstrangige Mitglied einer US-Regierung, das am Montag an einer Gedenkzeremonie für die Opfer des Angriffs teilnehmen und Blumen niederlegen wird. Die USA hatten Hiroshima am 6. August 1945 durch den Abwurf der ersten Atombombe zu großen Teilen zerstört.

Neben dem Abrüstungsthema wollen die Außenminister auf ihrem zweitägigen Treffen über die Konflikte in Syrien und in der Ukraine sowie über den Kampf gegen den internationalen Terrorismus beraten. Als einziges asiatisches Land in der Runde will Japan laut heimischen Medienberichten die westlichen Staaten dazu bewegen, sich mehr um die Konflikte im südchinesischen Meer zu kümmern. Peking hatte dagegen die G7-Staaten im Vorfeld ihres Treffens aufgefordert, den Territorialstreit um die Inseln im südchinesischen Meer nicht aufzugreifen.

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Steinmeier-Vorschlag: Rückkehr Moskaus zur G7

Start ohne Steinmeier

Begonnen hat das G7-Treffen ohne den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, da sein Flugzeug wegen technischer Probleme nicht planmäßig in China abheben konnte. Er wurde zunächst von einem Beamten vertreten. Im Vorfeld des Treffens plädierte Steinmeier für eine Erweiterung des Kreises um Russland. "Ich würde mir wünschen, dass G7 nicht das dauerhafte Fromat bleibt, sondern dass wir Bedingungen schaffen, um zu G8 zurückzukehren", sagte Steinmeier der Deutschen Presse Agentur. Russland war 2014 wegen der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim aus der Gruppe der acht Industrienationen ausgeschlossen worden. Als Grundvoraussetzung für eine Rückkehr nannte Steinmeier, dass Russland zu einer "politischen Lösung" des Ukrainekonfliktes beitragen müsse. Zudem müsse dessen "konstruktive Rolle" bei den Friedensbemühungen für Syrien von Dauer sein.

fab/pab (dpa, APE, afp)

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