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Wirtschaft

G20 gegen Wirtschaftsflaute

Mehr Investitionen, weniger Austerität: So wollen die führenden Industrie- und Schwellenländer gegen eine Wirtschaftsflaute vorgehen. Eine entsprechende Erklärung soll heute unterzeichnet werden.

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer wollen sich einem Papier zufolge verpflichten, bei Bedarf entschieden gegen eine Wirtschaftsflaute vorzugehen.

Der Entwurf für das Kommuniqué des G20-Finanzministertreffens in Istanbul betont die Risiken durch niedrige Inflation, schwaches Wachstum und geringer Nachfrage in einigen Industrieländern.

"Wir werden deshalb unsere Geld- und Haushaltspolitik regelmäßig überprüfen und bei Bedarf anpassen", heißt es in dem Entwurf für das Papier, das an diesem Dienstag verabschiedet werden soll.

Darin wird zwar das Wachstum in einzelnen Ländern gelobt. Insgesamt zeichnen Vertreter der Staatengruppe aber ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. So sei das Wachstum in der Euro-Zone und in Japan gering. In einigen Schwellenländern flache die Konjunktur ebenfalls ab.

Lob für die EZB

In dem Papier wird auch das geplante Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank gelobt, obwohl es in Deutschland große Bedenken gegen das sogenannte Quantitative Easing gibt. Das Programm werde die Erholung in der Euro-Zone fördern.

Mit Blick auf die erwartete Zinswende in den USA wird in dem Papier gemahnt, vorsichtig vorzugehen. "Angesichts unterschiedlicher Geldpolitiken und größeren Schwankungen an den Finanzmärkten sollten Veränderungen vorsichtig abgestimmt und deutlich kommuniziert werden", heißt es im Entwurf.

Am Montag hatte bereits die Industriestaaten-Organisation OECD vor einer anhaltenden Stagnation gewarnt. Nur mit ehrgeizigen Reformen ließen sich die Konjunktur ankurbeln und die wachsende soziale Ungleichheit in vielen Ländern bekämpfen, erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurria.

bea/zdh (rtr)