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Kultur

Günter Grass las in München vor Hunderten von Studenten

Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat am "Welttag des Buches" am Montagabend im ausverkauften Audimax der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität aus seinen Werken gelesen. Vor Hunderten von Zuhörern sprach der 79-Jährige, der am Vortag in Neuburg an der Donau mit dem Ernst-Toller-Preis ausgezeichnet worden war, über den "lust- aber auch schmerzvollen Prozess" des Schreibens seines Buches "Beim Häuten der Zwiebel". In der im vergangenen Jahr erschienenen Jugend-Biografie hatte Grass erstmals öffentlich gemacht, dass er zum Kriegsende als 17-Jähriger noch bei der Waffen-SS war und damit eine hitzige Mediendebatte ausgelöst. "Ich wurde verführt und ich ließ mich verführen", sagte der Schriftsteller über die damalige Zeit.

Auch aus seinem jüngst veröffentlichten Lyrikband "Dummer August", in dem er die Empfindungen über die Medienkritik verarbeitete, trug Grass einige Gedichte vor. Die Reaktionen hätten ihn beim Urlaub in Dänemark wie ein Unwetter überrascht. "Aber es gelang mir weiter zu zeichnen und weiter zu schreiben", beschrieb Grass den Entstehungsprozess des Bandes.