Görges enttäuscht und scheidet aus | Sport | DW | 17.01.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Australian Open

Görges enttäuscht und scheidet aus

Als derzeit beste deutsche Tennisspielerin und große Hoffnung ins Turnier gestartet, muss Julia Görges bei den Australian Open früh die Segel streichen. Dagegen macht eine erst 15-jährige Ukrainerin auf sich aufmerksam.

Die Siegesserie von Julia Görges ist in der zweiten Runde der Australian Open gerissen. Die deutsche Nummer 1 unterlag überraschend der Französin Alize Cornet nach 1:32 Stunden mit 4:6 und 3:6. Zuvor hatte Görges 15 Matches in Folge und saisonübergreifend die Turniere in Moskau, Zhuahi und Auckland gewonnen und war bis auf Rang zwölf der Weltrangliste geklettert. In Melbourne zählte die 29-Jährige zum erweiterten Kreis der Titelanwärterinnen.

Und auch gegen Cornet war sie klare Favoritin. Denn bisher hatte Görges alle fünf Duelle mit der Weltranglisten-42. für sich entschieden und dabei nur einen Satz abgegeben. Diesmal aber fehlte Görges beim eigenen Aufschlag die Präzision. Den ersten Satz gab sie mit einem Doppelfehler ab, ihr zweiter Aufschlag landete dabei fast zwei Meter im Aus. Im zweiten Satz blitzten Görges' Qualitäten zwar immer wieder auf, doch Cornet hielt dem Druck stand. Nachdem Görges zwei Breakchancen vergeben hatte, nahm Cornet der Deutschen den Aufschlag zum 5:3 ab und sorgte wenig später für die Entscheidung. "Ich bin auch nur ein Mensch und keine Maschine, ich kann nicht jedes Match gewinnen", sagte Görges anschließend niedergeschlagen.

15-Jährige begeistert die Fans

Australian Open Marta Kostjuk (picture-alliance/dpa/AAP/L. Coch)

Marta Kostjuk steht in der dritten Runde

Für die größte Überraschung des Tages sorgte die 15 Jahre alte Ukrainerin Marta Kostjuk. Als jüngste Spielerin seit Martina Hingis im Jahr 1996 erreichte sie die dritte Runde in Melbourne. Die Nummer 521 der Weltrangliste setzte sich gegen die australische Wildcard-Starterin Olivia Rogowska mit 6:3, 7:5 durch. Kostjuk hatte im vergangenen Jahr die Juniorinnen-Konkurrenz beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gewonnen und daher eine Wildcard für die Qualifikation erhalten. Dort sicherte sie sich mit drei Drei-Satz-Siegen einen Platz im Hauptfeld. In der ersten Runde bezwang Kostjuk die an Position 25 gesetzte Chinesin Shuai Peng. Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale trifft sie am Freitag auf ihre an Nummer vier gesetzte Landsfrau Jelina Switolina.

Deutlich mehr Mühe hatte die amtierende WTA-Weltmeisterin Caroline Wozniacki. Nach der Abwehr von zwei Matchbällen und einem 1:5, 15:40-Rückstand im dritten Satz gewann die 27 Jahre alte Dänin Jana Fett aus Kroatien in zweieinhalb Stunden 3:6, 6:2, 7:5. Wozniacki hatte im Oktober die WTA-WM in Singapur gewonnen und ist in Australien an Nummer zwei gesetzt. "Es war verrückt, ich weiß nicht, wie ich zurück ins Match gekommen bin. Ich bin erleichtert", sagte Wozniacki nach dem Erfolg gegen die Nummer 119 der Weltrangliste.

Barthel scheidet aus, Nadal locker weiter

Ausgeschieden ist dagegen die Deutsche Mona Barthel. Sie verlor ihr Zweitrundenmatch mit 3:6, 6:4 und 3:6 gegen die an Nummer 32 gesetzte Estin Anett Kontaveit.

Bei den Herren erreichte der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal ohne Satzverlust die dritte Runde. Der 31 Jahre alte Linkshänder aus Spanien besiegte den Argentinier Leonardo Mayer 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) und spielt jetzt gegen Damir Dzumhur aus Bosnien-Herzegowina. Enger verlief das Duell zwischen dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und Denis Shapovalov aus Kanada. Tsonga setzte sich mit 3:6, 6:3, 1:6 und 7:6 (7:4) durch. Sehr viel Zeit ließ sich Grigor Dimitrow aus Bulgarien. Die Nummer drei der Setzliste bezwang den US-Amerikaner Mackenzie McDonald mit 4:6, 6:2, 6:4, 0:6 und 8:6.

asz/ft (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt