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Kultur

"Gärten der Welt"

Die Stadt New York hat sich für den Entwurf des Architekten Daniel Libeskind entschieden, um den Platz des zerstörten World Trade Centers zu bebauen. Am Ground Zero sollen "Gärten der Welt" entstehen.

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Das Modell von Daniel Libeskind

Auf Ground Zero soll ein Turm nach Plänen des Berliner Architekten Daniel Libeskind gebaut werden. Wo am 11.
September 2001 das World Trade Center zerstört wurde und fast 2.800 Menschen starben, sollen sich bald "Gardens of the World" 533 Meter hoch in den Himmel recken.

Der Libeskind-Entwurf setzte sich gegen das internationale Team "Think" um die beiden New Yorker Architekten Rafael Vinoly und Frederic Schwartz durch. Sie hatten ein "World
Cultural Center" mit zwei je 499,5 Meter hohen, vergitterten
Spitztürmen vorgeschlagen.

Die Entscheidung, die am Donnerstag (27.2.2003) vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bekannt gegeben wurde, fällte ein Ausschuss mit Vertretern der New Yorker Entwicklungsgesellschaft (LMDC), der Hafenbehörde von New York und New Jersey sowie des Gouverneurs und des Bürgermeisters von New York. Der Vorsitzende der
Entwicklungsgesellschaft, John Whitehead, übermittelte Libeskind die Nachricht am Telefon. Der Architekt antwortete: "Die Entscheidung wird mein Leben verändern."

Das höchste Gebäude der Welt

Libeskind nannte seinen Entwurf "Die Gärten der Welt" und begründete ihn damit, "dass Gärten ein immer währendes Ja zum Leben" darstellten. Mit 541 Metern ragt der Turm noch um 130 Meter weiter über die New Yorker Skyline hinaus, als die ehemaligen Hochhäuser des World Trade Centers (WTC). Seine Höhe beträgt in Fuß gemessen 1776 - eine Anspielung auf das Jahr der Unabhängigkeit der USA. Es wäre damit das höchste Gebäude der Welt. Bislang sind die Petronas-Zwillingstürme in Malaysia mit je 444,9 Metern die höchsten Wolkenkratzer.

Libeskind will noch weitere futuristische Gebäude um das Fundament der früheren WTC-Türme - dem so genannten Ground Zero - herum gruppieren. Dort sollen zwei öffentliche Plätze entstehen, auf die das Sonnenlicht jeweils morgens am 11. September scheinen soll – ohne Schatten zu werfen. Libeskinds Projekt ist auf 330 Millionen Dollar Kosten veranschlagt.

Libeskind selbst sagte, sein Entwurf habe mit Erinnerung zu tun: "Damit, wie wichtig Erinnerung ist, und damit, wie die wichtige Erinnerung sich für etwas öffnet, das in der Zukunft positiv ist - nicht nur eine skelettartige Mahnung dieses Ereignisses im Himmel."

Lesen Sie das DW-WORLD Interview mit Daniel Libeskind im angehängten Artikel.

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