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Veranstaltungen

future now: DW macht Forschung (be)greifbar

Berlin – Die DW stellte das multimediale Projekt „future now – wie Forschung unser Leben verändert“ am Dienstag, 22. Februar, in Berlin vor: ein Wissenschaftsportal in sieben Sprachen.

Prof. Dietmar Harhoff und Prof. Petra Schwille

Prof. Dietmar Harhoff und Prof. Petra Schwille

„Wir brauchen die besten Köpfe an unseren Universitäten, mehr Mut bei Unternehmensgründungen und weniger Bürokratie, um beides besser zu realisieren.“ So Professor Petra Schwille von der TU Dresden am 22. Februar in Berlin bei einer Veranstaltung der DW zum Forschungsstandort Deutschland. Anlässlich des Starts von "future now – Wie Forschung unser Leben verändert“ hatte die DW Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Medien ins Radialsystem eingeladen.

Die Medienkompetenz der DW komme dem Forschungsstandort Deutschland durch das Projekt in exzellenter Weise zugute“, so DW-Intendant Bettermann in seiner Begrüßung. Realisiert wurde „future now“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Sein Ministerium habe hierbei Neuland betreten, so Volker Rieke, Leiter „Europäische und internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung" im BMBF.

Ingolf Baur, Birgitta Schülke und Prof. Hauke Harms (v.l.)

Ingolf Baur, Birgitta Schülke und Prof. Hauke Harms (v.l.)

Projektleiterin Judith Hartl und Reporterin Birgitta Schülke führten die Gäste durch das anschauliche, interaktive Online-Angebot in sieben Sprachen. „Mediale Vereinfachung ist gefragt. Mit der DW haben wir einen Sender, mit dem wir so etwas realisieren können“, sagte Professor Hauke Harms vom Helmholtz-Zentrum in Leipzig, einem der am Projekt beteiligten Wissenschaftler.

Forschungsstandort mit Zukunft?

Unter der Moderation von Ingolf Baur (Projekt Zukunft, DW-TV) diskutierte anschließend die Biophysikerin Petra Schwille mit Professor Dietmar Harhoff, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Volker Rieke (BMBF) und Dr. Niels Fertig, Physiker und Gründer von Nanion Technologies. Ihr Thema: Ist der Forschungsstandort Deutschland fit für die Zukunft?

Gegen "Schreckgespenster"

Als Gesamtnote gaben die Diskutanten dem Forschungsstandort Deutschland eine gute Zwei. „Es war bitter nötig mehr zu tun“, so Dietmar Harhoff rückblickend. „In den zehn Jahren nach 1989 waren viele europäische Länder an uns vorbeigezogen.“ Jetzt sehe er „Licht am Horizont“. Niels Fertig bewertete die Lage kritischer. Chinesische Studenten, die mit ihrem in Europa gesammelten Know-how jetzt nach China zurückkehrten, sorgten dafür, dass dort künftig „nicht länger nur nachgebaut“ werde, so Fertig. Dass China wachse, müsse nicht schlecht sein, sagte Dietmar Harhoff. Es komme darauf an, wie sich die Märkte teilen. Er sei daher gegen „Schreckgespenster“.


Future Now

Diskutierten zum Forschungsstandort: Prof. Dietmar Harhoff, Expertenkommission EFI, Prof. Petra Schwille, TU Dresden, Ingolf Baur, Volker Rieke, BMBF, und Dr. Niels Fertig, Nanion Technologies

„Forscher liefern neues Wissen und gute Ideen. Warum mündet dies hierzulande seltener in neue Firmen und damit in neue Arbeitsplätze“, wollte der Moderator wissen. In Deutschland gehe es konservativer zu, als etwa in den USA, so Petra Schwille. „Wir haben mehr Hemmungen, vermeintlich absurde Ideen zu unterstützen“. Zudem gebe es zu viele „verkrustete Strukturen“ an den Universitäten. Volker Rieke räumte „Verbesserungsbedarf bei der Unterstützung von Gründungsinitiativen“ ein. Es gehe allerdings nicht nur ums Geld, „die öffentliche Hand gibt auch in den USA nicht viel. Private Geldgeber sind in Deutschland zurückhaltend“, so Rieke abschließend.

Martina Bertram

Redaktion: Berthold Stevens

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Martina Bertram

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