1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Eisenbahn

Fusion von Bombardier und Siemens-Bahn?

Ein Kursprung von sechs Prozent - dahinter steckt oft die Hoffnung auf Fusionen. Bombardier verzeichnet am Mittwoch solch ein Plus. Es gibt neue Berichte über ein mögliches Zusammengehen mit der Siemens Bahnsparte.

Die Mutmaßungen über eine Fusion der Bahnsparten, über die in dieser Woche die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, tauchen nicht das erste Mal auf. Bloomberg beruft sich auf Unternehmenskreise. Ein gemeinsames Unternehmen könnte auf einen Wert von mehr als zehn Milliarden Euro kommen. Es würde den Bau von Zügen und die Signaltechnik umfassen.

Die Gespräche zwischen der deutschen Siemens-Sparte und dem kanadischen Bombardier-Konzern liefen seit Jahresanfang, eine entsprechende Vereinbarung könnte bis Mitte des Jahres zustande kommen, hieß es. Sprecher beider Unternehmer wollten die Berichte nicht kommentieren. Bereits Mitte 2015 hatte es Spekulationen über eine Fusion gegeben. Damals hatte Bombardier Verhandlungen dementiert.

Konkurrenz aus China

Beide Unternehmen haben auf dem Weltmarkt mit der Konkurrenz von Altstom und insbesondere dem Weltmarktführer unter den Eisenbahn-Bauern, dem Zusammenschluss der chinesischen Staatskonzerne CSR und CNR, zu kämpfen. Die Deutsche Bahn erwägt seit längerem den Kaufen von Zügen chinesischer Hersteller. Asien und speziell China könne "eine Schlüsselfunktion im Einkauf von Zügen und Ersatzteilen für die Deutsche Bahn erlangen", vermutete schon vor zwei Jahren ein hoher Manager der Bahn. 

Erst Ende März hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt, sie wolle von dem französischen Hersteller Alstom 53 Regionalzüge kaufen. Die Bestellung hat einen Wert von über 300 Millionen Euro. Alstom hat ein Werk im niedersächsischen Salzgitter.

Bombardier Bautzen Zugproduktion (picture alliance/dpa/S.Kahnert)

Waggonproduktion bei Bombardier in Ostdeutschland

Probleme bei Bombardier

Der kanadische Flugzeug- und Bahnkonzern Bombardier hatte unlängst wegen harter Sparpläne Schlagzeilen gemacht. Bei der Zugsparte sollen von 10.500 Arbeitsplätzen in Deutschland 1430 wegfallen, betroffen sind zur Hälfte Leiharbeiter. Bombardier hatte darüber hinaus angekündigt, weltweit 5000 Arbeitsplätze zu streichen.

An der Börse kamen die neuen Berichten über eine Fusion zwischen den Bahnsparten von Bombardier und Siemens gut an. Beide Papiere legten am Mittwoch zu, die Aktien von Alstom dagegen gaben in der Folge um 2,7 Prozent nach.

ar/ul (rtr, dpa)  

 

Die Redaktion empfiehlt