Furioser Empfang für Frankfurts Pokalhelden | Fußball | DW | 20.05.2018
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Pokalfeier in Frankfurt

Furioser Empfang für Frankfurts Pokalhelden

Zehntausende Fans feiern das Team von Eintracht Frankfurt bei ihrer Rückkehr vom Finale im DFB-Pokal. Auf dem Rathausbalkon findet Kevin-Prince Boateng die richtigen Worte zum scheidenden Trainer Niko Kovac.

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Frankfurt feiert seine Pokalhelden

Als Niko Kovac als Erster der Frankfurter Eintracht mit dem DFB-Pokal in der Hand auf den Rathausbalkon am Frankfurter Römer hinaustrat, musste er erst einmal sein Smartphone zücken und ungläubig ein paar Erinnerungsfotos machen. Gut, dass er sich damit beeilte, denn die Nachrückenden - Spieler, Trainerstab, Betreuer und Funktionäre - konnten zunächst einmal nichts mehr sehen, weil die begeisterten Fans den Platz mit Bengalos und Rauchbomben einnebelten. Rund 50.000 Menschen hatten sich versammelt und stundenlang auf die Rückkehr ihrer Helden vom DFB-Pokalfinale in Berlin gewartet, die nach durchfeierter Nacht in Berlin am Mittag in den Charter-Flieger gestiegen waren, der sie nach Frankfurt brachte. Die beiden Kapitäne David Abraham und Alexander Meier trugen den Pokal gemeinsam die Flugzeug-Treppe hinunter und mussten unten sofort wieder anhalten, damit die Flughafenmitarbeiter Selfies mit Pokal und Pokalhelden schießen konnten.

Anschließend ging es in Dreiergruppen in Cabrios in Richtung Innenstadt. Schon weit vom Römer entfernt säumten hunderte Fans die Straßen, im Zentrum Frankfurts kam der Konvoi dann fast gar nicht mehr voran, weil so viele begeisterte Eintracht-Anhänger die Spieler umarmen und Fotos machen oder den Pokal berühren wollten, der mit Kovac, Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner im ersten Auto mitfuhr.

Überraschenderweise war der erste Balkon-Redner nicht der Vereinspräsident oder der Trainer, sondern Dino, der Anführer der Frankfurter Ultras: "Ihr habt in unseren Herzen ein Feuer entfacht und für uns diesen Scheiß-Titel geholt!", rief er, bevor der ganze Platz auf sein Kommando hin rhythmisch auf und ab hüpfte.

Boateng: "Riesenrespekt an den Trainer"

Niko Kovac im Cabrio präsentiert den DFB-Pokal (picture-alliance/dpa/A. Dedert)

Niko Kovac bringt den Pokal nach Frankfurt

Anschließend wanderte das Mikrofon weiter zu "Fußballgott" Meier, der sich kurz bei den Fans bedankte und dann zu Kevin-Prince Boateng, der die Leistung des scheidenden Trainers heraushob. "Ich kenne Niko ein bisschen länger als ihr", sagte Boateng. "Er ist ein ganz emotionaler Mensch, der es nicht zeigt. Ich glaube, er hat in den zwei Jahren hier überragende Arbeit geleistet. Und ich glaube, wir alle und auch ihr haben gesagt: Was macht der? Er geht zu Bayern München. Aber: Er hat uns den Pokal geschenkt. Er hat die zwei Jahre vergoldet. Und jetzt kann er auch zu Bayern gehen. Riesenrespekt an den Trainer!"

Danach nahm der so Gelobte das Mikrofon in die Hand und sprach seine Abschiedsworte, bevor er nächste Saison in München arbeiten wird: "Es ist ein wunderschöner Tag nach einem historischen Sieg in Berlin", sagte Kovac. "Ihr habt uns unterstützt von der ersten bis zur letzten Minute, und dieser Pokalsieg ist ein Geschenk von uns an euch. Danke euch!"

Mit dem Sieg hat sich die Eintracht nicht nur den ersten Titel seit dem DFB-Pokalsieg von 1988 gesichert. Zudem ist der Pokalerfolg auch das Ticket für die Europa-League-Teilnahme in der kommenden Saison.

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