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Aktuell Asien

Fukushima-Kosten steigen kräftig

Während der Betreiber die Lage im Unglücksmeiler Fukushima immer noch nicht im Griff hat, steigen die Kosten für die Sanierung der Umwelt. Laut einer offiziellen Schätzung sind sie fünf mal so hoch wie angenommen.

Die Sanierung der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima wird offenbar deutlich teurer als veranschlagt. Das staatlich unterstützte Nationale Institut für Industrielle Wissenschaft und Technologie teilte mit, die Kosten könnten umgerechnet bis zu 44 Milliarden Euro betragen. Das wäre fünf Mal so viel wie von der Regierung geschätzt.

Teure Sanierung

Im Atomkraftwerk von Fukushima war es im März 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami zu einer Kernschmelze gekommen. In der Folge wurde in Japan erstmals die Nutzung der Atomenergie in Frage gestellt. Durch den Atomunfall gelangten massiv radioaktive Substanzen in die Umwelt. Erst am Montag hat der Betreiber Tepco offiziell eingeräumt, dass radioaktiv verseuchtes Grundwasser ins Meer gelangt.

Das Nationale Institut für Industrielle Wissenschaft und Technologie hat deshalb mehrere Sanierungsmodelle für die Region erarbeitet. "Wir hoffen, dass die Studie bei der Erstellung von Plänen für die Dekontamination der Wälder und Äcker und für die Rückkehr der Bewohner hilfreich sein wird", heißt es in dem Bericht.

Verseuchter Boden

Insgesamt schätzt das Institut die Kosten der Arbeiten auf "zwischen 3,13 und 5,81 Billionen Yen". Dazu gehörten auch Abtransport und Lagerung von verseuchtem Boden. Denn die Anwohner könnten nur dann in ihre Häuser in der Katastrophenregion zurückkehren, wenn die radioaktive Belastung nach der Sanierung entsprechend gesunken sei.

Das Atomkraftwerk Fukushima selber haben die Betreiber offensichtlich noch nicht wieder voll im Griff. Der Betreiber Tepco erklärte, Arbeiter hätten in dem Gebäude von Reaktor drei Dampf entdeckt. Es sei unklar, woher dieser komme. Als mögliche Ursache wurde angesammeltes Regenwasser genannt.

det/re (afp, rtr)

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