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Dokumentationen

Fußballfieber - Südafrika drei Jahre vor der WM

Die Fußball-WM in Südafrika - Chance und Herausforderung für den ganzen Kontinent. Wir zeigen den südafrikanischen Fußball, die Manager und Architekten des größten Sportereignisses in der Geschichte Afrikas (8. April)

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Kaizer-Chiefs-Fans

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Vorprogramm zum Derby

Ohrenbetäubender Lärm. Über 80.000 Zuschauer im Stadion von Soweto, der größten Township Südafrikas. Die Zuschauerränge vibrieren unter dem kollektiven Tanz begeisterter Zuschauermassen. Es ist Derby-Tag. Gleich treffen die beiden populärsten Fußballmannschaften des afrikanischen Kontinents aufeinander: die Kaizer Chiefs und die Orlando Pirates. Ein Vorgeschmack auf die WM in Südafrika.

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Fußball in Soweto

Fußball - das ist in Südafrika der Sport der schwarzen Bevölkerungsmehrheit. Der Sportarten der weißen Südafrikaner sind nach wie vor Rugby oder Cricket. In Zeiten der Apartheid war der Fußball ein Ventil für die Schwarzen, um Schmerz und Wut zum Ausdruck zu bringen. Im Stadion wurde es sogar geduldet, wenn politische Gesänge angestimmt wurden - ein Freiraum, den das weiße Regime den Schwarzen ließ. Diese Bedeutung ist heute natürlich verloren gegangen. Und doch hat gerade der Fußball für die Menschen immer noch eine große Anziehungskraft. Tausende junge Fußballer aus den Townships träumen davon, irgendwann einmal in der PSL, in der Premier Soccer League zu spielen, am liebsten aber 2010 für Bafana Bafana, der Nationalmannschaft Südafrikas.

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Das Ellis-Park-Stadion in Johannesburg vor dem Ausbau

Doch bis zur WM gibt es noch viel zu tun. Die meisten Stadien müssen ausgebaut oder renoviert werden. Zudem hat der Bau von vier völlig neuen Arenen gerade erste begonnen. Noch hapert es in einigen Veranstaltungsorten an der Infrastruktur, um das Großereignis im Jahr 2010 bewältigen zu können. Auch bereiten die steigenden Verbrechensraten am Kap große Sorge. Alle diese Kritikpunkte haben die Südafrikaner bisher kaum in Verlegenheit gebracht - das Land verströmt hinsichtlich der WM einen kaum zu bremsenden Optimismus.

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Entwurf King's-Park-Stadion in Durban

Alle Beteiligten wissen dennoch, dass sie in den nächsten 3 Jahren unter extremem Zeitdruck stehen werden. "Zum guten Schluss sind wir hier zum Erfolg verurteilt. Das war in Deutschland im Vergleich dazu sehr viel kommoder. Wir hatten viel mehr Zeit uns zu organisieren. Aber ich denke, die Menschen hier können improvisieren. Sie sind sehr stolz und werden auch beweisen, dass sie es können", so Hubert Nienhoff, Architekt von Gerkan, Marg und Partner. Das Hamburger Architekturbüro baut in Kapstadt, Durban und Port Elizabeth vollkommen neue Stadien.

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