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Wirtschaft

Fußball-WM auch von Gastwirten sehnlichst erwartet

Die Fußball-WM als eines der größten Sportereignisse soll in diesem Jahr den Tourismus in Deutschland befördern. Nicht nur während der Spiele, sondern auch noch danach.

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Viel Wirbel um das runde Leder

"Ziel ist, dass ganz Deutschland 2006 ein großes Fußball-Stadion sein wird", sagt Andreas Herren, Pressesprecher des Weltfußball-Verbandes FIFA. Im Stadion und auf Großleinwänden sollen Fußball-Fans die Spiele sehen können.

Besonders im Tourismus- und Gastgewerbe freut man sich über König Fußball und eine Million Gäste aus aller Welt. "Wir sind zutiefst überzeugt, dass große Impulse für die Tourismus-Wirtschaft in Deutschland durch die Fußball-Weltmeisterschaft zu erwarten sind. Wirtschaftlich wird die WM etwa neun bis zehn Milliarden Euro zum Brutto-Inlandsprodukt beitragen", sagt Petra Hedorfer, Geschäftsführerin der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Zielgruppe Fernsehzuschauer

Für die vier Wochen des Fußball-Festes rechnet die Tourismus-Branche mit 4,8 bis 5,5 Millionen Übernachtungen zusätzlich, ein Plus von 1,7 Prozent. Aber: Die Branche denkt langfristiger. Mit rund 20 Millionen ausländischen Gästen pro Jahr liegt Deutschland noch weit abgeschlagen etwa hinter Frankreich, das mehr als drei Mal so viele Besucher aus dem Ausland anzieht. Nicht nur die bunt bemalten Schlachtenbummler hat die Branche im Visier, sondern auch die Fernsehzuschauer in aller Welt.

"Fußball-Weltmeisterschaften sind heute globale Medienereignisse. 40 Milliarden TV-Zuschauer werden dieses Ereignis ja vor ihren eigenen Geräten verfolgen. Das ist eine Riesenchance, nachhaltig auf den Tourismus-Standort Deutschland aufmerksam zu machen", sagt Hedorfer.

Service- und Freundlichkeitskampagne

Man will sich vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 nicht nur als guter Gastgeber und Organisator präsentieren, sondern auch als weltoffenes und gastfreundliches Land. Der Kölner Dom und andere Kulturschätze sollen in der Service- und Freundlichkeitskampagne ebenso eine Rolle spielen wie die kumpelhafte Currywurst oder andere kulinarische Spezialitäten. Es müssen ja nicht immer Sauerkraut und Knödel sein. Es wird damit gerechnet, dass die Fans bis zu 800 Millionen Euro in Deutschland ausgeben werden.

Die Weltmeisterschaft ist, noch vor den Olympischen Spielen, das größte privatwirtschaftlich finanzierte Ereignis der Welt. Bei der Finanzierung setzt die FIFA auf Exklusivität. "Finanzieren lässt sich eine WM vor allem durch Einnahmen aus dem Bereich Sponsoring, Fernsehrechte und jetzt neu: auch durch Hospitality - das ist die gehobene Gastronomie für VIP-Gäste - und natürlich durch den Verkauf der Eintrittskarten", sagt Andreas Herren.

Gastronomie für VIP-Gäste

Der Erlös aus dem Kartenverkauf und der Gastronomie für VIP-Gäste kommt dem deutschen Organisationskomitee der WM 2006, kurz OK, zugute. Das stellt für ein großes Kulturprogramm und für den reibungslosen Ablauf der 64 WM-Spiele einiges auf die Beine. Das Geld aus Rechten, Marketing und Fernsehen gibt die FIFA zu 70 Prozent zurück an die 207 Landesverbände in aller Welt.

Einen Fehler der WM 2002 in Japan und Südkorea wollen die deutschen Macher aber vermeiden. "2,9 Millionen Karten können verkauft werden. Ziel der FIFA und des OK ist es, dass man möglichst keine leeren Plätze sehen will", sagt FIFA-Pressesprecher Herren. Karten, die jemand nicht braucht oder vor allem Karten, die von den Sponsoren wieder zurückgegeben werden, sollen sofort in den öffentlichen Verkauf kommen. "Damit sich Fans die Spiele vor Ort anschauen können."

Großbildschirme für alle

Doch nicht nur in den Stadien soll es etwas zu sehen geben. In allen deutschen Großstädten sind Großbildschirme auf öffentlichen Plätzen geplant, vor denen sich all jene versammeln können, die keine Karte bekommen haben. Public Viewing heißt das heute, der Inhaber der Fernsehrechte hat zugestimmt. Laut FIFA hat man eine Lösung gefunden, dass solche Großbildschirme nicht nur in den WM-Spielorten aufgestellt werden, sondern auch in anderen Städten.

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