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Afrika

Fußball, wilde Tiere und mehr

Auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin hat sich auch Südafrika präsentiert und dabei vor allem die Werbetrommel für die Fußball-WM 2010 gerührt.

OK-Chef Jordaan und WM-Maskottchen Zakumi

OK-Chef Jordaan und WM-Maskottchen Zakumi

"Südafrika, alles ist möglich." Mit diesem Slogan wirbt das Gastgeberland der Fußball-WM 2010 um ausländische Besucher. Und diese erwartet dann "ein sehr blauer Himmel und eine gelbe Sonne. Nirgends ist die Sonne so gelb wie bei uns", unterstreicht Theresa Bay-Müller einen der Vorzüge ihres Heimatlandes. Vor allem aber verweist die Deutschland-Chefin von "Südafrika-Tourismus" auf die Vielfalt des Landes: "Denn in jeder Region, in der Fußball gespielt wird, gibt es andere Erlebnisse. So können Sie zum Beispiel in Nelspruit abends ein Spiel wahrnehmen und am nächsten Tag ganz früh um fünf eine Auto-Safari machen und Elefanten beim Duschen erwischen."

240.000 Touristen aus Deutschland

Bei Touristen beliebt: Kapstadt und der Tafelberg Foto: J. Sorges

Kapstadt und der Tafelberg

Rund neun Millionen ausländische Touristen kamen 2008 nach Südafrika. Deutschland macht hier den drittgrößten Markt mit 240.000 Besuchern aus. Und nahezu Dreiviertel davon reiste individuell durch das Land. "Südafrika ist generell beliebt bei Individualreisen, weil wir ein ausgezeichnetes Straßennetz haben." Allerdings sind unter Umständen große Entfernungen zu bewältigen. So beträgt die Distanz zwischen den Spielstätten Polokwane und Kapstadt 1700 Kilometer. Theresa Bay-Müller hat daher einen speziellen Tipp für Auto-Reisende, "dass man doch vor Einbruch der Dunkelheit bei seiner Unterkunft angekommen sein muss."

Land der Sehenswürdigkeiten

Nelson Mandela und der WM-Pokal

Nelson Mandela und der WM-Pokal

Gut zehn Stunden dauert der Flug von Deutschland nach Südafrika, ganz ohne Zeitverschiebung. Und jeder, der zum ersten Mal anreist, so Theresa Bay-Müller "sollte natürlich unbedingt auf dem Tafelberg gewesen sein. Er muss zum Kap der Guten Hoffnung fahren und auch ein Wildlife-Erlebnis sollte dabei sein." Ein weiteres touristisches Highlight empfiehlt Delron Buckley, südafrikanischer Profi des Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05 mit deutschem Pass: Den Nelson Mandela Square in Sandton-City: "Das muss man unbedingt sehen. Da steht eine Statue von Nelson Mandela. Das ist für mich das Größte überhaupt."

Planungen im Soll

Horst R. Schmidt berät das WM-OK

Horst R. Schmidt berät das WM-OK

Gespielt wird die WM in neun Städten und zehn Stadien. Horst R. Schmidt, deutscher Berater des Organisationskomitees, sieht hier die Vorbereitungen im Soll. "Es sind sehr gute Fortschritte im Stadionbau gemacht worden. Das sieht man überall, die Bilder sprechen da besser als die Worte." Auch die Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur nennt Schmidt fortschrittlich, trotz der weltweiten Finanzkrise. So waren die wichtigsten Investitionen zuvor schon getätigt worden.

Als problematisch muss die hohe Kriminalitätsrate gesehen werden. Unter anderem 30.000 zusätzliche Polizisten sollen vor Übergriffen schützen. Horst R. Schmidt gibt daher auch Entwarnung. "Ich habe gar keine Sorge, dass es, wenn es um die Stätten rund um diese WM und den Konföderationen-Pokal geht, dass da eine absolute Sicherheit besteht und dass die Menschen ohne Sorge dorthin reisen können."

Zäher Kartenverkauf für WM-Generalprobe

Elefanten im Wildreservat Sabi Sands

Elefanten im Wildreservat Sabi Sands

Zufrieden äußert sich Schmidt zum Start des WM-Ticketverkaufs. Hier sieht er weltweit eine sehr gute Nachfrage. Sorge bereitet ihm hingegen der Kartenverkauf im Konföderationen-Pokal. "Das ist eine etwas zähe Angelegenheit." Erst 200.000 der insgesamt 600.000 Tickets wurden bisher verkauft. Der Konföderationen-Pokal wird im kommenden Juni ausgetragen und gilt als WM-Generalprobe. Spätestens im Dezember nach der WM-Auslosung dürfte in Deutschland bei geglückter Qualifikation der Run auf die Karten einsetzen. Gut 2600 Euro kostet ein Reise-Paket mit Flug, Hotel, dem Besuch eines Spiels und einer Safari.

Begeisternde Atmosphäre

Das Soccer City Stadium in Johannesburg

Das Soccer City Stadium in Johannesburg

Danny Jordaan, Chef des WM-Organisationskomitees, rät allen Interessierten, frühzeitig anzureisen, dem eigenen Team durch das Turnier zu folgen, gleichzeitig aber auch Südafrika zu entdecken. "Und auch wenn Ihr Team früh ausscheiden sollte, bleiben Sie einfach und genießen ein wundervolles Land. Wir wollen, dass diese WM ein Fest wird. Ich bin sicher, Sie werden eine wundervolle Erfahrung machen." Auf eine begeisternde WM-Atmosphäre setzt auch Fußball-Profi Delron Buckley. "Die Leute sind begeistert, dass wir diese WM in Südafrika haben. Ich glaube, die können nicht erwarten, dass es anfängt. Und dann wird man die gleiche Stimmung erleben wie in Deutschland." Und sprach man dort nach der WM 2006 von einem Sommermärchen, so wird der Worldcup 2010 nach den Worten von Theresa Bay-Müller "wahrscheinlich ein Vielfalts-Märchen."

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