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Sport

Fußball-Wechselspielchen

Lothar Matthäus versucht sein Trainerglück möglicherweise in Tschechien. Rafael van der Vaart soll nach Italien, darf aber nicht. Und Miroslav Klose sollte nach Frankreich, doch jetzt will Olympique Lyon nicht mehr.

Lothar Matthäus (Archiv), Foto: AP

Lodda im Glück?

Der tschechische Fußball-Verband CMFS hat Gespräche mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus über ein mögliches Engagement als Nationaltrainer bestätigt. Falls für Tschechien das EM-Qualifikationsspiel gegen Irland im September in Prag "nicht erfolgreich ausgehe", müsse der jetzige Trainer Karel Brückner wohl gehen, sagte CMFS-Vize-Präsident Vlastimil Kostal am Donnerstag (14.6.) in Prag: "Matthäus könnte dann durchaus ein Kandidat für die Nachfolge sein." Bereits vor einigen Wochen habe man sich in Prag getroffen, dabei allerdings nur ein "ganz allgemeines Gespräch" geführt, sagte Kostal: "Wir haben ihm kein Angebot unterbreitet."

Tschechien ist Gruppengegner der deutschen Mannschaft in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 und derzeit Tabellenzweiter vor Irland. Matthäus war am Dienstag überraschend beim österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg als Assistent von Cheftrainer Giovanni Trapattoni entlassen worden.

Bleibt van der Vaart in Hamburg?

Rafael van der Vaart, Foto: AP

Van der Vaart: Auch Juventus Turin hätte ihn gerne

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin will nach Informationen der "Bild"-Zeitung Rafael van der Vaart vom Hamburger SV verpflichten. Als Ablösesumme seien zehn Millionen Euro im Gespräch. Beim HSV ist bisher allerdings weder eine Anfrage noch ein offizielles Angebot für den Spielmacher eingegangen und der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann sagte: "Wir haben überhaupt kein Interesse, Van der Vaart abzugeben."

Van der Vaart, der vor zwei Jahren für 5,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zum HSV gewechselt war und dort einen Vertrag bis 2010 besitzt, hatte zuvor mehrfach bekundet, in Hamburg bleiben zu wollen. Lediglich ein mögliches Angebot seines Traumvereins Real Madrid könne er nicht ablehnen, sagte der 24-jährige Niederländer. Sein Transferwert wird derzeit auf mindestens 16 Millionen Euro taxiert.

Beliebte Holländer?

Der niederländische Trainer Bert van Marwijk hat gut sechs Monate nach seiner Entlassung beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in seiner Heimat einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Der 55-Jährige unterschrieb beim Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam einen Vertrag bis 2009 und kehrt damit an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Van Marwijk hatte bereits von 2001 bis zum seinem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2004 beim früheren Europapokalsieger gearbeitet.

Ein durch Hooligans beschädigter Einsatzwagen nach den Krawallen im Frebruar 2007 in Leipzig, Foto: dpa

Schlechte Signalwirkung? Freispruch nach den Krawallen in Leipzig

Das Interesse des französischen Fußball-Meisters Olympique Lyon an Nationalstürmer Miroslav Klose vom Bundesligisten Werder Bremen ist offenbar erloschen. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung will sich Lyon stattdessen um David Trezeguet vom italienischen Rekordchampion Juventus Turin bemühen.

Gewalt im Fußball

Das neue Anti-Gewalt-Gesetz im italienischen Fußball hat sich seit seiner Verabschiedung vor drei Monaten positiv ausgewirkt. Nach einer Mitteilung des Innenministeriums ist die Anzahl der Ausschreitungen seit dem Tod eines Polizisten Anfang Februar bei Krawallen auf Sizilien gegenüber den Vergleichsmonaten des Vorjahres um 70 Prozent zurückgegangen. Die Behörden registrierten auch 93 Prozent weniger verletzte Polizisten und eine um 44 Prozent niedrigere Zahl von Blessuren bei den Fans. Die Bewährungsstrafe im ersten Prozess nach den Krawallen von Leipzig ist nach Ansicht von Sachsens Fußball-Verbandschef Klaus Reichenbach kein abschreckendes Signal für Gewalttäter: "Die Gewaltbereiten, die das immer wieder machen, wird man so nicht erreichen", sagte Reichenbach. Er hätte sich angesichts des großen Medienandranges und des öffentlichen Interesses zum Auftakt der Prozesse "einen Hammer" mit Signalwirkung gewünscht. Bei der Gewaltorgie nach einem Pokalspiel des einstigen Europacupfinalisten 1. FC Lok Leipzig am 10. Februar waren 39 Beamte verletzt worden. (ina)