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Sport

'Fußball findet Stadt': die EM-Metropole Wien

Wien ist mit 1,7 Millionen Einwohnern die Hauptstadt Österreichs. Die Donau-Metropole versteht sich als Weltstadt der Kultur und der Musik. Hier finden sieben EM-Partien statt, darunter das Finale.

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In Wien geht's rund - nicht nur mit dem Riesenrad im Prater

"Like a superstar" singt Shaggy im offiziellen Lied der Europäischen Fußball-Union zur EM 2008. Doch nicht nur die Spieler der 16 teilnehmenden Nationen sollen sich im Sommer wie Stars fühlen dürfen, sondern auch die Besucher und Fans. Dafür wollen die acht Host-Cities sorgen, allen voran die österreichische Hauptstadt. Anja Richter vom Wiener Organisationskomitee verweist auf den Slogan der Stadt: "Fußball findet Stadt - Wir freuen uns auf die Europameisterschaft." Mit diesem Motto will sich Wien zur EURO als Stadt der Lebenslust und des Sportgenusses präsentieren.

Schloss Schönbrunn in Wien

Österreichs erstes Weltkulturerbe - Schloss Schönbrunn

Groß ist die touristische Erwartungshaltung. So hoffen die Veranstalter auf mehr als eine Million Gäste. Und ihnen soll im eher konservativen Wien einiges geboten werden. So werden die touristischen Hauptplätze in eine Fanmeile umgewandelt. Das ruft sogar bei Stadt-Führer Gerhard Strassgschwandtner Staunen hervor: "Stellen Sie sich einmal vor: Die historische Wiener Ringstraße, ein Heiligtum der Stadt, und die Riesenplätze. Sie alle werden bis hin zum Rathaus gesperrt." Auf der Fanmeile können im Juni täglich bis zu 100.000 Fans feiern und alle 31 EM-Spiele auf Großbildschirmen live miterleben.

Kaffeehauskultur, Spittelberg und Donauinsel

Wien will sich zur Europameisterschaft als moderne und junge Stadt präsentieren, weg vom traditionellen Image um Kaiserin Sisi. Das Museums-Quartier in der Altstadt beispielsweise gehört zu den zehn größten Kulturzentren der Welt, vereinigt barocke Gebäude mit neuer Architektur und ist Anziehungspunkt vor allem junger Menschen. Daneben empfiehlt Gerhard Strassgschwandtner allen Besuchern, sich einfach einmal in den Straßen und Gassen treiben zu lassen und das Wiener Flair zu genießen. "Da gibt es viele Straßen-Cafes, wo man sich einfach mal hinsetzt und die anderen Leute auf den sogenannten Flaniermeilen beobachtet."

Ernst Happel Stadion Wien FREIES FORMAT

Im Ernst-Happel-Stadion findet das EM-Endspiel statt

Berühmt ist die 1,7-Millionen-Metropole an der Donau für ihre Kaffeehauskultur. Das Wiener Kaffeehaus - stilecht nur mit Ober und Kuchendame - ist ein beliebter Treffpunkt für Bürger, Künstler und Literaten, ganz gleich, ob man nur zum Zeitung lesen kommt oder zum gemütlichen Tratsch bei einer Tasse Melange. Zum Verweilen lädt aber auch ein ganzer Stadtbezirk ein: Der Spittelberg in der Nähe des Zentrums. Das malerische Stück Wien mit seinen engen gepflasterten Gassen und den alten Biedermeierhäuser gilt als Geheimtipp. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch die Donauinsel. Das Naherholungsgebiet ist 21 Kilometer lang und bis zu 250 Meter breit. Und dort steigt im September die größte Open-Air-Party Europas: Das Donauinselfest mit Live-Music-Acts.

Wiens Weltkulturerbe - und Fußball im Prater

Cafe Mozart Wiens Kaffeehäuser beliebt wie eh und je

Beliebt wie eh und je: Kaffeehäuser in Wien

Aber auch wenn die Stadt auf Jugend und Modernität setzt, das klassische Wien sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. So haben große Komponisten wie Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert oder Schönberg ihre Spuren in Wien hinterlassen. Und der gesamte 1. Bezirk mit Hofburg und Stephansdom ist UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert sind auch die Habsburgischen Bereiche mit den Schlössern Schönbrunn und Belvedere.

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Eine bewegte Vergangenheit hat das Ernst-Happel-Stadion. Die größte Arena der EURO bietet 51.000 Zuschauern Platz, ist 76 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz. Das Stadion liegt im Vergnügungspark Prater mit dem weltbekannten Riesenrad. Es wurde für die EURO modernisiert und hat von der UEFA das Prädikat "Fünf-Sterne-Stadion" erhalten. Hier finden sieben EM-Spiele statt, darunter die des Gastgebers Österreich. Gegner sind Polen und Kroatien. Und am 18. Juni kommt es auch zum Nachbarschaftsduell mit der deutschen Mannschaft. Als Höhepunkt wird am 29. Juni das Endspiel im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Es soll ein "Fest für ganz Wien werden," versprechen die Organisatoren, bei dem Gäste aus aller Welt willkommen sind. "Und wenn wir das in Wien nur halbwegs so hinüberbringen," so hofft Gerhard Strassgschwandtner, "wäre das phantastisch."

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