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Radsport

Froome vor Vuelta-Gesamtsieg

Tour-Sieger Chris Froome krönt sein erfolgreiches Jahr in Spanien mit einem besonderen Double. Und Spaniens Rad-Legende Alberto Contador gelingt am brutalen Alto de Angliru ein schöner Karriereausklang.

Chris Froome ist das Double von Vuelta- und Toursieg nicht mehr zu nehmen. Der Tour-de-France-Triumphator baute auf der vorletzten Etappe der Spanien-Rundfahrt seinen Vorsprung im Gesamtklassement aus und wird zum Abschluss am Sonntag in Madrid als Sieger über die Ziellinie fahren. Den Tagessieg auf dem 20. Teilstück sicherte sich Alberto Contador. Der Spanier verabschiedete sich mit seinem ersten Saisonerfolg vom Profi-Radsport. Am Sonntag fährt er die letzte Etappe seiner Karriere.

Contador setzte sich am Samstag über die 118 Kilometer von Corvera de Asturias hinauf nach Alto de l'Angliru als Solist gegen das Verfolgerfeld durch. Der nimmer müde Contador fuhr ein hervorragendes Rennen. Sein Vorsprung auf den 12,5 Kilometer langen Anstieg zur Bergankunft in 1560 Metern Höhe betrug zeitweise über eine Minute. Er sorgte gleichzeitig für den ersten spanischen Etappensieg auf der 72. Vuelta. Der 34-Jährige hatte am Ende 17 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Wout Poels und Froome. 

Keine Attacke auf den Führenden

Der Brite Froome führt vor der Schlussetappe mit nun 2:15 Minuten vor dem Italiener Vincenzo Nibali. Ilnur Zakarin rückte als Etappenvierter noch auf Rang drei vor, Contador verbesserte sich auf den vierten Rang. Der Niederländer Wilco Kelderman fiel auf dem 24 Prozent hohen Schlussanstieg zurück und verlor dadurch seinen Podiums-Platz.

Am Sonntag wird es auf den 117,6 km von Arroyomolinos nach Madrid wie bei der Tour de France keine Attacken auf den Führenden mehr geben. Nach dem standesgemäßen Defilee auf dem Schlussabschnitt ist mit einer Sprintankunft zu rechnen, danach wird der Gesamtsieger auf der Plaza Cibeles geehrt, wo auch Real Madrid seine große Erfolge zu feiern pflegt.

Froome ist der dritte Profi, dem der Doppelschlag bei Tour und Vuelta in einem Jahr gelingt. 1963 hatte der große Franzose Jacques Anquetil, 1978 dessen Landsmann Bernard Hinault beide Rundfahrten gewonnen.

sw/sn (dpa, sid)