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Wirtschaft

Fronten im Lufthansa-Streik verhärtet

Die Lufthansa hat ihrem streikenden Kabinenpersonal ein neues Angebot gemacht. Die Gewerkschaft entdeckt darin eine "Drohung" und lehnt es ab. Die Stewards und Stewardessen wollen weiter streiken.

Die Lufthansa hat ihr Tarifangebot an die streikenden Flugbegleiter aufgebessert. Bei sofortiger Streikabsage solle jeder der 19.000 Kabinenmitarbeiter eine Einmalzahlung von 3000 Euro erhalten, teilte die Lufthansa mit. Bislang hatte der Konzern 2000 Euro geboten. Alle bereits angestellten Flugbegleiter könnten zudem mit 55 Jahren in Frührente gehen.

Damit komme die Lufthansa einer Forderung der Flugbegleitergewerkschaft Ufo nach. Zudem lade der Konzernvorstand Ufo für Dienstag zu einem Spitzengespräch ein - allerdings nur, falls der Streik sofort beendet werde. Die Lufthansa setzte "alles daran, einen Lösungsweg zu finden, um diesen Ausstand zu beenden", sagte Personalvorstand Bettina Volkens. Sie nannte die Streiks "unverantwortlich und in Deutschland inzwischen ohne Beispiel".

Die Arbeitnehmer lehnen die Lufthansa-Offerte allerdings ab: "Das Angebot bringt minimale Verbesserungen und wird dazu noch mit einer Drohung verbunden. So funktioniert das nicht", sagte der Chef der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, in einer ersten Reaktion in Frankfurt. Gesprächen wolle man sich aber nicht verschließen.

Keine neue Streikpause

Ufo streikt seit Freitagnachmittag und will den Ausstand bis Ende der Woche fortführen. Eine Pause hatte es am Sonntag gegeben. Der Clinch zwischen Gewerkschaft und Lufthansa um die Altersversorgungen für die Stewards und Stewardessen zieht sich bereits seit zwei Jahren hin.

Für Dienstag rief die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo ihre Mitglieder wie schon am heutigen Montag zu Arbeitsniederlegungen vom frühen Morgen bis zum späten Abend an den drei Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf auf. Laut Lufthansa können trotz des Streiks fast alle geplanten innerdeutschen und innereuropäischen Flüge sowie auch einige Langstreckenflüge stattfinden.

dk/cr (rtr/dpa/afp)