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Sport

"Frodo" hat seinen Schatz

Der Deutsche Jan Frodeno hat sensationell Gold im olympischen Triathlon gewonnen. In Südafrika aufgewachsen, entdeckte Frodeno erst relativ spät seine Liebe zum Ausdauersport

Triathon-Olympiasieger Jan Frodeno zeigt lächelnd seine Goldmedaille. Quelle: dpa

Ein verspätetes goldenes Geburtstagsgeschenk

Seine Freunde nennen ihn "Frodo", wie den Helden aus Tolkiens Kultroman "Herr der Ringe". Jetzt ist Jan Frodeno seinem Spitznamen gerecht geworden. Der deutsche Triathlet wurde in Peking der "Herr der olympischen Ringe", holte sich sensationell Gold und das einen Tag nach seinem 27. Geburtstag. "Verdammt geil" fand das der Sensations-Olympiasieger, der sich im Training gezielt auf ein hartes Rennen mit einem Schluss-Spurt vorbereitet hatte. "Dann ist man auch vom Kopf her auf die letzten 500 Meter gefasst."

Erst Schwimmer, dann Triathlet

Frodeno kam als sportlicher Quereinsteiger zu den Triathleten. In Köln geboren, wanderte er mit seinen Eltern im Alter von elf Jahren nach Südafrika aus. Mit 15 Jahren trat Frodeno einem Schwimmverein bei und schaffte es als Rückenschwimmer einmal bis ins Finale der südafrikanischen Meisterschaften. Im Jahr 2000 überredete ihn sein Vater zu einer gemeinsamen Mountainbike-Tour. Damals wurde die Idee geboren, zu den Triathleten zu wechseln. Seinen ersten Wettkampf bestritt Frodeno als 20-Jähriger Ende 2001.

Nach dem Abitur kehrte er nach Deutschland zurück und startete in der Bundesliga. Der damalige Bundestrainer Ralf Ebli holte den 1,94 Meter großen Athleten in den Nationalkader. Von da an ging es steil bergauf. Frodeno, der inzwischen Betriebswirtschaftslehre studiert, trainiert häufig mit Daniel Unger, dem Weltmeister von 2007. "Da achtet man aufeinander", sagt Frodeno, "aber im Rennen ist dann jeder auf sich allein gestellt." Wie Unger feierte Frodeno 2007 mit dem deutschen Meistertitel und der Vize-Europameisterschaft seine größten Triumphe – vor dem Goldcoup von Peking.

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