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Sport

Frodeno und Schwanitz Sportler des Jahres

Ironman Jan Frodeno wird in Baden-Baden für seinen historischen Triumph auf Hawaii geehrt, Kugelstoßerin Christina Schwanitz sowie die Mannschaft der Nordischen Kombinierer für ihre langersehnten Weltmeistertitel.

Rund 750 Gäste spendeten den Siegern bei der Gala am Sonntagabend im Kurhaus von Baden-Baden großen Applaus. Mit Jan Frodeno siegte zum ersten Mal seit 2011 wieder ein anderer Athlet als Diskuswerfer und Dreifachsieger Robert Harting. Christina Schwanitz folgt auf Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch. Bei den Mannschaften hatten 2014 die Fußball-Weltmeister triumphiert.

Für Frodeno ist die Auszeichnung der perfekte Abschluss eines für ihn historischen Sportjahres. Mit

seinem Sieg beim legendären Ironman auf Hawaii

im Oktober schaffte der 34-Jährige das, was noch niemandem vor ihm gelungen war: Er darf sich seitdem Olympiasieger und Ironman-Weltmeister nennen.

"Wahnsinns-Jahr"

Nach 3,86 Kilometern im Wasser, 180 Kilometern auf dem Rad und 42,2 Kilometern Laufen war der Ausnahmesportler in Hawaiis Hitze auf die Knie gesunken und hatte den Bauch seiner schwangeren Frau Emma geküsst. Und der WM-Triumph auf der Bilderbuch-Insel war 2015 nicht sein einziger Erfolg: In Frankfurt hatte er sich auch noch den EM-Titel geholt.

"Klar war es ein Wahnsinns-Jahr für mich", hatte Frodeno schon im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Für mich ist es schön zu sehen, dass mein Sport inzwischen offensichtlich auch öffentlich so wahrgenommen wird." Frodeno ist der erste Triathlet überhaupt, der zum "Sportler des Jahres" gekürt wird. An der Spitze der Abstimmung gab es aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Frodeno setzte sich mit 2491 Punkten nur ganz knapp vor Skisprung-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Severin Freund durch (2352).

Erster WM-Titel seit 28 Jahren

Etwas deutlicher war das Ergebnis bei den Mannschaften, wo sich die Nordischen Kombinierer (1987) relativ klar vor den Biathlon-Staffeln der Frauen (1761) und Männer (1631) durchsetzten.

Zum ersten Mal seit 28 Jahren hatten die nordischen Ski-Asse um Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek Anfang des Jahres den WM-Titel geholt.

Unvergessen bleibt der Moment, in dem Rydzek mit der deutschen Flagge in der Hand die Ziellinie im schwedischen Falun überquert.

Nordische Kombinierer (Foto: dpa)

Das erfolgreiche Quartett: Edelmann, Frenzel, Rydzek und Rießle (v.l.n.r.)

Wenige Monate danach feierte auch

Kugelstoßerin Schwanitz im "Vogelnest"-Stadion

von Peking. 16 Jahre nach Astrid Kumbernuss hatte sich erstmals wieder eine Deutsche WM-Gold gesichert. Allerdings landete die 29-Jährige nur hauchdünn vor Speerwerferin Katharina Molitor, die sich in China ebenfalls den Titel geholt hatte. Gerade mal vier Punkte trennten die beiden Leichtathletinnen in der Abstimmung.

Drohendes Karriereende

Für Schwanitz ist das vergangene Jahr ein besonderes. Vor genau 12 Monaten schien die Karriere der Kugel-Kaiserin schon beendet. Eine Patellasehnen-Operation verlief "suboptimal". Das linke Knie schwoll nach dem Eingriff immer wieder an und entzündete sich. "Ich hatte Angst, dass ich nie mehr Kugelstoßen kann", sagte Schwanitz: "Da gehst du als Leistungssportler durch die Hölle, aber Gott sei Dank hat sich alles zum Guten gewendet."

sw/wa (dpa, sid)

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