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Politik & Gesellschaft

Frisches Geld für Libyens Rebellen

Die Libyen-Kontaktgruppe hat den Übergangsrat der Rebellen offziell als Organ mit Regierungsvollmacht anerkannt. Damit fließen den Aufständischen mehrere Milliarden Dollar zu, die bislang im Ausland eingefroren sind.

Teilnehmer vor Konferenz-Banner (Foto: AP)

Libyen-Kontaktgruppe: Mehr als 40 Teilnehmer am Tisch in Istanbul

Jubelnde Aufständische mit Gewehren (Foto: AP)

Frisches Geld für Libyens Rebellen - aber nur für humanitäre Zwecke

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte bei der Konferenz internationalen Libyen-Kontaktgruppe am Freitag (15.07.11) in Istanbul, er unterstütze den Vorschlag des Nationalen Übergangsrates, drei Milliarden Dollar unter Aufsicht der Vereinten Nationen wieder freizugeben. Das Geld solle während des Fastenmonats Ramadan zu gleichen Teilen in Tripolis und der Rebellenhochburg Bengasi verteilt werden und dürfe nur zu humanitären Zwecken eingesetzt werden. Davutoglu forderte die Staaten der Kontaktgruppe zudem auf, den Rebellen Kredite zu gewähren.

Mehr als 40 Teilnehmer am Konferenztisch

Es war bereits das vierte Treffen der Kontaktgruppe, zu der alle Länder zählen, die am seit fast vier Monate andauernden Militäreinsatz in dem nordafrikanischen Land mitwirken. An dem Treffen nahmen Vertreter von rund 40 Staaten und internationalen Organisationen teil, unter ihnen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr britischer Kollege William Hague. Auch Rebellenführer Mahmud Dschibril saß mit am Tisch.

Muammar Gaddafi (Foto: AP)

Alle warten auf seinen Rückzug: Libyens Staatschef Gaddafi

Die Teilnehmer drängten erneut auf den Rückzug von Machthaber Gaddafi und die Bildung einer Übergangsregierung durch die libyschen Rebellen. In ihrer Abschlusserklärung hieß es dazu, Gaddafi müsse "in definierten Etappen die Macht abgeben". Gastgeber Davutoglu sprach davon, dass es einen "glaubhaften politischen Prozess" geben müsse, um eine dauerhafte Lösung für die Krise in Libyen zu finden. Inoffziell verlautete, der militärische Druck auf Gaddafi bleibe bestehen, da dessen Regime in Tripolis kurz vor dem Kollaps stehe.

Offensive auf den Ölhafen Brega

Die libyschen Rebellen setzten ihre am Vortag gestartete Offensive auf den Ölhafen von Brega fort. In der Region verläuft die östliche Front zwischen den Rebellen und den Gaddafi-Truppen.

Autor: Gerd Winkelmann (afp, dpa, rtr)
Redaktion: Martin Schrader

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