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Aktuell Nahost

Friedliche Wahl in Südafrika

Zum fünften Mal seit dem Ende der Apartheid vor 25 Jahren haben die Südafrikaner ihr Parlament neu gewählt. Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen.

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Südafrika hat ein neues Parlament gewählt: Jüngsten Umfragen zufolge kann der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) mit seinem Spitzenkandidaten, Präsident Jacob Zuma, mit einer Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen rechnen. "Wir werden ein sehr gutes Ergebnis erzielen", gab sich der 72-jährige Zuma nach der Stimmabgabe in seinem Heimatort Nkandla (Provinz KwaZulu-Natal) siegessicher.

ANC mit Problemen

Es waren die fünften Wahlen seit der Abschaffung der Apartheid 1994. Seither regiert der ANC, die Partei des im Dezember gestorbenen Nationalhelden Nelson Mandela, das Land zusammen mit dem Gewerkschaftsverband Cosatu und der kommunistischen Partei SAC.

2009 hatte der ANC 66 Prozent der Stimmen bekommen. Negativ angelastet werden dem ANC aber die nach wie vor großer sozialen Probleme im Land sowie zahlreiche Korruptionsskandale. Dennoch wäre jedes Ergebnis unter 60 Prozent für die Partei eine herbe Enttäuschung. Das Endergebnis soll nicht vor Freitag vorliegen.

Hohe Wahlbeteiligung

Die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) mit ihrer deutschstämmigen Spitzenkandidatin Helen Zille (63) kann laut einer Umfrage der "Sunday Times" mit einem Stimmzuwachs von 16,6 auf etwa 23 Prozent rechnen. Die neue linksradikale Partei "Kämpfer für Wirtschaftsfreiheit" (EFF) von Julius Malema (33) kommt demnach auf fünf Prozent.

Die Wahl selbst verlief weitgehend friedlich. Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Insgesamt waren mehr als 25 Millionen Südafrikaner aufgerufen, das nationale Parlament in Kapstadt zu wählen sowie den Nationalrat der Provinzen. Die unabhängige Wahlkommission Vote Watchdog teilte mit, die Wahlbeteiligung sei "extrem hoch" gewesen.

det/re (afp, dpa)

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