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Politik

Friedensnobelpreis für Ex-Präsidenten

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den früheren US-Präsidenten Jimmy Carter. Dies teilte das norwegische Nobelkomitee in Oslo mit. Ein aktueller Bezug ist nicht zu übersehen.

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Als Präsident recht glücklos, nun weltweit geehrt: Jimmy Carter

Mit der Auszeichnung würdigt die Institution Carters "unermüdliche Bemühungen um Frieden, Demokratie und Menschenrechte." Jimmy Carter, der der Demokratischen Partei angehört, war von 1977 bis 1981 US-Präsident. Nach Darstellung des Nobelkomitees trug er in dieser Zeit wesentlich zum Camp-David-Abkommen zwischen Israel und Ägypten bei. Das von ihm gegründete Carter-Center, das sich mit der Lösung von Konflikten und Wahlbeobachtung befasst, wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Der Friedensnobelpreis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert und wird am 10. Dezember in Oslo vergeben. Im vergangenen Jahr ging er zu gleichen Teilen an die Vereinten Nationen und ihren Generalsekretär Kofi Annan.

Preis für Carter als Kritik an Bush

Das norwegische Nobelkomitee hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an den früheren US-Präsidenten Jimmy Carter auch als Kritik an den Kriegsplänen des derzeitigen Präsidenten George W. Bush begründet. Der Komitee-Vorsitzende Gunnar Berge sagte nach der Bekanntgabe auf eine entsprechende Frage: "Ja, mit Blick auf die Position, die auch Carter bei diesem Konflikt einnimmt, kann und muss man unsere Entscheidung als Kritik an der derzeitigen US-Regierung auffassen." Berge sagte weiter, es sei "ein Paradoxon", dass der Friedensnobelpreis an Carter einen Tag nach der Washingtoner Ermächtigung von Bush für einen Krieg gegen den Irak bekannt gegeben werde. (dpa/dk)

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