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Aktuell Welt

Friedensnobelpreis für die EU?

Nominiert waren in diesem Jahr 231 Organisationen und Einzelpersönlichkeiten - an diesem Freitag verkündet das Nobelkomitee seine mit Spannung erwartete Entscheidung. Norwegens Medien glauben die Top-Favoriten zu kennen.

Es ist der alljährliche Höhepunkt des Nobelpreis-Reigens: Nach den Auszeichnungen für Medizin, Physik, Chemie und Literatur ist nun der Friedensnobelpreis an der Reihe. Am späten Vormittag (Ortszeit) gibt das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt, wer 2012 das Rennen gemacht hat.

Ein einziger Preisträger?

Norwegens öffentlicher Rundfunksender NRK nannte vier Favoriten für die Auszeichnung. Ein heißer Kandidat ist demnach die Europäische Union. Zum engsten Favoritenkreis sollen auch der Menschenrechtsaktivist Ales Beliatski aus Belarus (Weißrussland), die russische Menschenrechtsaktivistin Ljudmila Alexejewa und der mexikanische Bischof José Raúl Vera López gehören, wie der häufig gut informierte Sender berichtete. Es gebe Grund zu glauben, dass in diesem Jahr - anders als 2011 - der Preis nur an einen Empfänger geht, so NRK.

Im vergangenen Jahr waren gleich drei Frauen ausgezeichnet worden - für ihren Einsatz für Frauenrechte und Frieden: Die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen teilte sich den Preis mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee, ebenfalls aus Liberia. 2010 ging die Auszeichnung an den Menschenrechtler Liu Xiaobo aus China und 2009 an US-Präsident Barack Obama.

Leymah Gbowee, Tawakkul Karman, Ellen Johnson-Sirleaf (Foto: dapd)

Preisträger 2011: Gbowee, Karman, Johnson-Sirleaf

Oder doch mal Kohl?

Auch der norwegische Privatsender TV2 meldete, einer der Favoriten für den Friedensnobelpreis sei die EU. Außerdem wurden der US-Politikwissenschaftler Gene Sharp, die russische Nichtregierungsorganisation Memorial und eine ihrer Vertreterinnen, Swetlana Gannuschkina, genannt.

Ebenfalls preiswürdig erscheinen Experten Vertreter des "Arabischen Frühlings" und die kubanische Bloggerin Yoaní Sánchez. Wie in den Vorjahren ist auch Altkanzler Helmut Kohl im Gespräch für die Auszeichnung.

Der vom schwedischen Unternehmer Alfred Nobel (1833-1896) gestiftete Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um den Frieden weltweit. Er ist in diesem Jahr mit umgerechnet rund 930.000 Millionen Euro dotiert und wird an Nobels Todestag 10. Dezember in Oslo verliehen.

wa/re (afp, rtr, epd, dpa, afp)