1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Politik

Friedensnobelpreis für Al Gore und UN-Klimarat

Der Friedensnobelpreis 2007 geht an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den Weltklimarat IPCC. Beide werden für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen eine drohende Klimakatastrophe ausgezeichnet.

Al Gore, Quelle: AP

Friedensnobelpreis für Al Gore

Der Chef des Nobelkomitees, Ole Danbolt Mjøs, sagte bei der Bekanntgabe: "Gore und der IPCC haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unseren Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen."

"Durch die wissenschaftlichen Berichte, die der IPCC in den letzten zwei Jahrzehnten herausgegeben hat, hat er einen breiteren Konsens für den Zusammenhang zwischen menschlichen Aktivitäten und der globalen Klimaerwärmung herbeigeführt", hieß es in der Begründung.

Gore sei bereits seit langer Zeit "einer der weltweit führenden Umweltpolitiker". Er sei sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Bedrohung des Klimawandels bewusst geworden. "Sein starker Einsatz, gezeigt durch seine politische Aktivität, Lesungen, Filme und Bücher hat den Kampf gegen den Klimawandel gestärkt", erklärte das Nobelpreiskomitee.

Klimawandel bedroht Weltfrieden

Der Friedensnobelpreis ist dem Thema Klimawandel gewidmet, da die Akademie darin einen klare Bedrohung des Weltfriedens sieht. "Große Klimaveränderungen könnten die Lebensbedingungen von weiten Teilen der Menschheit ändern und bedrohen." Dadurch könnten Flüchtlingsströme ausgelöst werden und der Kampf um natürliche Rohstoffe könnte sich verstärken, wie es weiter hieß. "Es könnte eine verstärkte Gefahr gewalttätiger Konflikte und Kriege geben, innerhalb und zwischen Staaten", erklärte das Komitee weiter.

Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Er wird zwischen Gore und dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zu gleichen Teilen geteilt und wird traditionell am 10. Dezember in Oslo überreicht. Im vergangenen Jahr wurden Muhammad Yunus aus Bangladesch und die von ihm begründete Grameen Bank für die Vergabe von Mikrokrediten an Arme mit der Auszeichnung geehrt. (kas)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema