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Politik & Gesellschaft

Friedensmärsche an den Ostertagen

Bei strahlende Sonne und Temperaturen um 25 Grad prägen Familienfeste und Friedensmärsche das lange Osterwochenende. In rund 80 Städten werden Zeichen gegen die Atompolitik gesetzt.

Familie von Atomkraftgegnern radelt von Schwerin zum Zwischenlager Nord in Lubmin (Foto: dapd)

Am Sonntag (24.04.2011) sind in Deutschland die Ostermärsche fortgesetzt worden. Zu den diesjährigen Schwerpunktthemen der Protest-Umzüge, Friedensseminare, Mahnwachen und Friedensfeste gehören die kriegerischen Auseinandersetzungen in aller Welt und die deutsche Atompolitik nach der Reaktor-Katastrophe in Fukushima.

Eine Ostermarsch-Teilnehmerin trägt eine Osterglocke und einen Friedenstauben-Button am Hut (Foto: dpa)

Zu Ostern für den Frieden

So forderten die Demonstranten neben einem schnellen Atomausstieg auch das sofortige Ende der Kriege in Afghanistan und im Irak sowie einen sofortigen Waffenstillstand in Libyen. Weitere Forderungen waren die Verschrottung aller Atomwaffen und eine drastische Kürzung der Militärausgaben zugunsten sozialer Aufgaben sowie ein Stopp aller Rüstungsexporte sowie die Auflösung der NATO. Zahlreiche Ostermarschierer trugen in diesem Jahr T-Shirts mit der Aufschrift "ausgestrahlt", um der Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg Nachdruck zu verleihen.

Engagierte Teilnehmer

Start des Anti-Atom-Trecks von Schwerin zum atomaren Zwischenlager Nord bei Lubmin (Foto: dpa)

Von Schwerin zum atomaren Zwischenlager Nord bei Lubmin

Die Märsche hätten wieder an Bedeutung gewonnen, so Felix Oekentorp vom Ostermarschkomitee "Rhein-Ruhr". Und er erläutert: "Das liegt auch an der Nachrichtenlage, das liegt an Fukushima, das liegt an Libyen". Friedensaktionen sind auch noch für den Ostermontag geplant, so in Köln und in Dortmund.

Bereits am Karfreitag waren im Zeichen des Protestes gegen die Atompolitik der Bundesregierung Atomkraftgegner in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Marsch aufgebrochen. Er führte von Schwerin quer durch das Land zum Zwischenlager bei Lubmin. Ebenfalls am Karfreitag hatten im südhessischen Bruchköbel nach Polizeiangaben rund 200 Menschen für die klassischen Themen der Ostermarschierer, nämlich Frieden und Abrüstung, demonstriert. Bundesweit waren in diesem Jahr Ostermärsche in 80 deutschen Städten geplant.

Autor: Hartmut Lüning (mit epd, dapd, dpa)

Redaktion: Dirk Eckert