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Aktuell Amerika

Friedensgespräche mit FARC gehen weiter

In Havanna wurden die Verhandlungen zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC wieder aufgenommen. Wie von Präsident Santos gefordert, hatten die linken Rebellen einen General freigelassen.

In Kolumbien haben die linksgerichtete FARC-Guerilla (das Artikelbild zeigt zwei Delegationsmitglieder) und die Regierung ihre seit Mitte November unterbrochenen Friedensverhandlungen fortgesetzt. Vertreter beider Seiten kamen dazu wieder in der Hauptstadt Kubas hinter verschlossenen Türen zusammen. In Havanna war in der vergangenen Woche bereits zwei Tage lang die Wiederaufnahme erörtert worden.

Regierung und Führung der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) sahen danach die Krise als überwunden an, die nach der Gefangennahme eines kolumbianischen Armeegenerals durch die Rebellen ausgelöst worden war. Der Chefunterhändler der Regierung, Humberto de la Calle, erklärte, man habe die jüngsten Spannungen "hinter sich gelassen".

Die Rebellen, die seit 50 Jahren gegen Großgrundbesitzer sowie politische Führung kämpfen und noch etwa 8000 Kämpferinnen und Kämpfer unter Waffen haben, führen bereits seit November 2012 Verhandlungen über die Beilegung des Konflikts.

Nach der Gefangennahme des Generals Mitte November im nordwestlichen Departamento Chocó setzte Staatschef Juan Manuel Santos die Friedensverhandlungen aus. Die Guerilla ließ daraufhin General Rubén Alzate, zwei seiner Begleiter und zwei andere Geiseln nach rund zwei Wochen wieder frei.

Laut amtlichen Angaben wurden in dem längsten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas mehr als 200.000 Menschen getötet. Mehr als fünf Millionen weitere wurden in die Flucht getrieben.

SC/mak (afp, rtre)