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Aktuell Nahost

Friedensgespräche bleiben ohne Resultat

Trotz der vereinbarten Waffenruhe wird im Jemen weiter gekämpft. Regierungstreue Truppen verdrängten die Huthi-Rebellen von einer Armeebasis nahe Sanaa. Derweil sind die Friedensgespräche ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Die regierungstreuen Einheiten rücken weiter auf die Hauptstadt Sanaa vor, die seit mehr als einem Jahr unter Kontrolle der schiitischen Aufständischen ist. Sie eroberten jetzt einen Militärstützpunkt rund 40 Kilometer von Sanaa entfernt.

Wie Bewohner berichteten, flog auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz an dem Stützpunkt Luftangriffe auf die Aufständischen. Es soll viele Tote gegeben haben. Die Rede war von mindestens 68 Opfern an diesem Wochenende.

Friedensgespräche ohne Einigung - neue Runde im Januar

Eigentlich gilt im Jemen eine siebentägige Waffenruhe. Diese war anlässlich der jetzt zu Ende gegangenen Friedensverhandlungen in der Schweiz am Dienstag verkündet worden, ist aber zunehmend brüchig.

Die Gespräche unter der Leitung des UN-Sondergesandten für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, wurden am Nachmittag beendet, ohne eine Einigung erzielt zu haben. Man habe sich jedoch darauf verständigt, vom 14. Januar an zu einer neuen Runde in Äthiopien zusammenzukommen, hieß es.

Schon im Juni hatte es in der Schweiz erste Friedensgespräche gegegeben. Diese waren jedoch ebenfalls gescheitert.

Mehr als 5800 Tote seit Beginn des Kriegs

Im bitterarmen Jemen tobt seit Monaten ein Bürgerkrieg. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi war im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die südliche Hafenstadt Aden geflohen.

Als die Rebellen im März auf Aden vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat das Königreich um militärische Hilfe. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben mehr als 5800 Menschen getötet.

kis/sti (afpe, dpa)

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