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Wirtschaft

Freundliche Tendenz hält an

Mit Blick auf die freundliche Tendenz an den US-Börsen haben die Aktien in Frankfurt überwiegend zugelegt. Der Deutsche Aktienindex stieg um 0,7 Prozent oder 36,51 Punkte auf 5462,55.

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Infineon an der DAX-Spitze

Die Infineon-Aktie hielt sich mit einem Plus von 3,3 Prozent an der DAX-Spitze. Das renommierte Investmenthaus Goldman Sachs hatte sich positiv zu dem Wert geäußert. Darüber hinaus sorgten Presseberichte für Bewegung, wonach sich die Chiphersteller Hynix Semiconductor Inc. und Micron Technology Inc bis Ende März über den Verkauf des
Chipgeschäfts einigen wollen.

Auch die BMW-Papiere stiegen. Händler zeigten sich zufrieden mit den Äußerungen des Konzerns zum Absatz der neuen 7er Reihe, nachdem zuvor Skepsis am Markt vorgeherrscht hatte. Seit der Einführung im vergangenen Herbst seien mehr als 9.000 Stück verkauft worden, sagte Konzernchef Joachim Milberg am Dienstag in München. Damit sei der Absatz höher als beim Vorgängermodell zum gleichen Zeitpunkt.

Der Münchener Autohersteller BMW traut sich trotz der anhaltenden Flaute auf dem Massenmarkt 2002 ein erneutes Rekordjahr zu. Die meisten Autobauer haben sich mit einem Geschäftsausblick indes bisher stark zurückgehalten. 2001 hatte BMW nach internationalen Bilanzierungsregeln den Gewinn um 54 Prozent auf bis dahin nie erreichte 1,87 Milliarden Euro nach Steuern gesteigert.

Verlierer Telekom

Größter Verlierer im Dax war mit minus 1,7 Prozent die T-Aktie: An Hiobsbotschaften aus der Bonner Konzernzentrale haben sich Aktionäre der Deutschen Telekom inzwischen gewöhnt. Schon als der Telefonriese vor wenigen Wochen die Eckdaten zur Bilanz 2001 bekannt gab, zeichnete sich bereits ab, dass diesmal die T-Aktionäre nicht ungeschoren davon kommen sollten.

Schließlich hat das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Konzernverlust von 3,5 Milliarden Euro nach Steuern zu verkraften. Nun aber wurde bekannt, dass die T-Aktionäre nur noch 37 Cent je Aktie statt zuletzt 62 Cent - vorausgesetzt, Aufsichtsrat und Hauptversammlung stimmen dem Vorschlag zu.

Die Aktie ging in die Knie, obwohl sich Analysten wenig beeindruckt zeigten: "Es überrascht eher, dass überhaupt eine Dividende gezahlt wird", hieß es. Telekom-Chef Ron Sommer wolle vor allem die Gemüter besänftigen. Doch solche Absichten blieben wirkungslos. "Für die Privatanleger ist die Dividendenkürzung eine herbe Enttäuschung", sagte ein Frankfurter Händler.

US-Leitzins unverändert

Die US-Notenbank (Fed) hat ihre Leitzinsen trotz Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung unverändert gelassen. Wie die Fed am Dienstag in Washington mitteilte, bleibt damit auch der wichtigste Leitzins wie erwartet mit 1,75 Prozent weiter auf dem niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahrzehnten.

Beobachter hatten zu diesem Zeitpunkt mit einer erneuten Bestätigung der Zinsen gerechnet, obwohl die US-Wirtschaft in der jüngsten Zeit mit einem robusten Wachstum bei der Industrieproduktion, einer niedrigen Inflationsrate und einem gestiegenen Vertrauen der Verbraucher in die eigene Konjunktur wieder durch positive Signale von sich reden gemacht hatte.Zurück nach Frankfurt:

Die Durchschnittsrendite gab drei Basistellen auf 5,06 Prozent ab.

Die Schlussnotierungen im DAX wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 79,40 (+ 1,24)
Allianz 286,80 (+ 2,46)
BASF 46,95 (- 0,08)
Bayer 40,48 (+ 0,41)
HypoVereinsbank 40,00 (+ 1,04)
BMW 46,60 (+ 0,60)
Commerzbank 20,96 (+ 0,18)
DaimlerChrysler 54,30 (+ 0,77)
Degussa 34,55 (- 0,10)
Deutsche Bank 74,20 (+ 1,75)
Deutsche Post 17,00 (+ 0,35)
Deutsche Telekom 16,75 (- 0,29)
E.ON AG 58,22 (+ 0,09)
EPCOS 53,90 (+ 1,39)
Fresenius Med. Care 70,50 (+ 1,90)
Henkel 70,00 (+ 0,34)
Infineon Techno 26,75 (+ 0,85)
Linde 56,55 (+ 0,19)
Lufthansa 18,61 (- 0,09)
MAN 29,70 (+ 0,30)
Metro 39,74 (+ 0,04)
MLP 76,00 (+ 0,51)
Münchener Rück 301,50 ( unv. )
Preussag 34,60 (- 0,30)
RWE 42,05 (+ 0,20)
SAP 176,30 (+ 1,80)
Schering 69,31 (+ 1,11)
Siemens 76,42 (- 0,28)
ThyssenKrupp 18,50 (+ 0,11)
VW 60,00 (+ 1,30)

Ausgewählte Devisennotierungen auf Basis der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank:

Danach kostete der Euro

0,8829 US-Dollar
0,6181 Brit.Pfund
1,4661 Schw.Franken
oder
115,97 Jap.Yen.

  • Datum 19.03.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/20t2
  • Datum 19.03.2002
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