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Reise

Freundliche Übernahme im Hofbräuhaus

Im Münchner Hofbräuhaus steht ein Generationswechsel an: Ab 1. November 2004 übernehmen die Söhne der Wirtin die Gaststätte. Neue Töne wird es dort nicht geben, kleine Veränderungen schon.

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Kultstätte in München

Hunderte Interessenten hatten sich seit der Ausschreibung Ende Dezember 2003 bei der Brauerei gemeldet. Dass die Wahl ausgerechnet auf die 35 und 36 Jahre alten Söhne der bisherigen Pächterin des Münchner Hofbräuhauses, Gerda Sperger, fiel, liegt nahe: Sowohl Michael als auch Wolfgang Sperger arbeiten mit ihren Ehefrauen bereits seit Jahren erfolgreich in der Traditionsgaststätte und haben das gastronomische Handwerk von der Pike auf gelernt. Die 59-jährige Mutter Sperger hatte den Pachtvertrag für das wohl berühmteste Gasthaus der Welt nicht mehr verlängern lassen wollen.

Leichte Bayernkost im Angebot

Mit der Pachtübernahme im November 2004 soll sich im Hofbräuhaus einiges verändern. So wird nach Angaben Wolfgang Spergers die bisherige "Trinkstube" im ersten Obergeschoss zu einem Restaurant mit eigener Küche vollständig neugestaltet: "Leichte und moderne bayerische Schmankerl" werde es dort künftig geben. Dazu einen Stehbereich, wo man "nach Feierabend ein schnelles Bier trinken kann". "Gehoben aber nicht abgehoben", kommentiert Sperger.

Blasmusik und Brotzeit bleiben

Doch die Freunde des guten alten Hofbräuhauses brauchen sich um Blasmusik und zünftige Brotzeit keine Sorgen zu machen. Schwemme und Biergarten im Erdgeschoss sollen so bleiben wie sie sind. "Da wird grundsätzlich nichts verändert", betont Sperger. So sollen die Preise "stabil und volksnah" bleiben und weiterhin deftige Schweinshaxen und Hendl serviert werden. Und auch die bayerischen Abende, die täglich im Festsaal stattfinden, würden zwar weiterentwickelt aber im Großen und Ganzen beibehalten.

Gäste aus aller Welt

3500 Gästen bietet das Hofbräuhaus auf drei Stockwerken Platz. Pro Jahr werden 16.000 Hektoliter Bier ausgeschenkt. 180 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Gäste aus der ganzen Welt.

Das Hofbräuhaus hat eine lange Tradition. Es wurde 1589 von Herzog Wilhelm V. von Bayern gegründet, damit das Bier nicht mehr aus fremden und oft verfeindeten Ländern importiert werden musste. Zu dieser Zeit fand fast kein öffentlicher Ausschank statt. Erst 1828 verfügte König Ludwig I. die "Gastung". Dies war die Geburtsstunde des heutigen Hofbräuhaus-Betriebs. 1896 wurde die Brauerei ausgelagert, die Braustätte am Platz renoviert und nur noch als Gaststätte genutzt. (pg)

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