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Sport

Freund Zweiter in Innsbruck

Severin Freund ist trotz Trainingssturz in Innsbruck so gut wie nie und springt auf das Podest. Im Kampf um die Tournee-Krone verliert er dennoch weiter an Boden. Konkurrent Prevc zeigt keine Nerven.

Severin Freund spendete anerkennend Applaus, während Peter Prevc von seinen Teamkollegen gefeiert wurde - der Slowene ist und bleibt das Maß aller Dinge bei der diesjährigen Vierschanzentournee. Zwei Tage nach seinem

Erfolg in Garmisch-Partenkirchen

gewann er auch das Bergiselspringen vor Freund und dem Norweger Kenneth Gangnes. In der Gesamtwertung baute Prevc seinen Vorsprung auf Freund auf 19,7 Punkte aus. Vor allem mit seinem zweiten Sprung (125 / 132 Meter) in Innsbruck untermauerte der 23-Jährige seine Favoritenrolle und stellte seine Klasse unter Beweis.

Severin Freund zeigte mit Sprüngen auf 122,5 und 128 Meter ebenfalls eine Topleistung, flog am Ende auf den zweiten Platz und somit zum dritten Mal während dieser Tournee auf das Podest - in Innsbruck war ihm das zuvor noch nie gelungen. Auf den Gesamtsieg hat Freund vor dem Finale in Bischofshofen allerdings nur noch minimale Chancen. "Jetzt braucht es schon ein Wunder. Peter war heute einfach der Bessere", sagte Freund. "Der Abstand ist jetzt schon sehr, sehr groß, da sollte man nicht mit einem Sieggedanken ins Springen gehen. Jetzt heißt es cool bleiben und weiterarbeiten."

Severin Freund nach dem Sturz beim Training in Innsbruck (Foto: picture-alliance/dpa/J. Hetfleisch)

Schockmoment im Training bei Severin Freund

Noch im Probetraining hatte es eine Schrecksekunde für Freund gegeben: Der Skisprung-Weltmeister hatte nach der Landung das Gleichgewicht verloren und war gestürzt. Er erlitt aber nur leichte Prellungen und gewann den Durchgang sogar mit der Bestweite von 129,0 m. "Severin hat sich hier ziemlich gut geschlagen. In Anbetracht der Umstände war das gigantisch", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF über den

Oberstdorf-Sieger.

"Ich bin sehr stolz auf ihn. Nach so einem Sturz muss man sich erst einmal einen Telemark trauen."

Wellinger mit Saisonbestleistung

Auch mit der Leistung seiner anderen Schützlinge kann Schuster zufrieden sein: Andreas Wellinger kam als Sechster zu seinem besten Saisonergebnis. Andreas Wank auf Platz neun und Vorjahressieger Richard Freitag als Zehnter komplettierten das gute deutsche Abschneiden. "Meine Sprünge haben nicht gepasst, ich war ein bisschen zu verkrampft", haderte allerdings der Sachse mit sich. Punkte sammelte zudem Stephan Leyhe auf Platz 21. Leer gingen dagegen Karl Geiger und Michael Neumayer aus. Das gleiche Schicksal ereilte wie schon in Oberstdorf den zweimaligen Tournee-Sieger Gregor Schlierenzauer aus Österreich und überraschend auch Klingenthal-Sieger Daniel-Andre Tande aus Norwegen. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt am Mittwoch in Bischofshofen, bereits am Dienstag steht auf der Paul-Außerleitner-Schanze die Qualifikation an.

og/ww (sid,dpa)

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