1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Freund verpasst WM-Gold um Zentimeter

Skiflug-Weltmeister Severin Freund gewinnt Silber bei der nordischen Ski-WM in Falun. Der Sieger überrascht alle. Im sogenannten Skiathlon gewinnen eine Norwegerin und ein Russe.

Da wäre mehr drin gewesen! Eine etwas unsichere Landung im ersten Durchgang hat Severin Freund den Weltmeistertitel beim Springen von der Normalschanze in Falun gekostet. Der Skispringer kam am Samstag auf 95,5 und 96 Meter. Mit 252,3 Punkten hatte er 0,4 Zähler oder umgerechnet 20 Zentimeter Rückstand auf den Norweger Rune Velta, der sich erstmals einen großen Titel sicherte. Er sprang zweimal 95,5 Meter weit. Rang drei sicherte sich Vierschanzentournee-Sieger Stefan Kraft aus Österreich. Richard Freitag belegte einen guten siebten Platz. Marinus Kraus kam auf Rang zehn direkt vor Rückkehrer Andreas Wellinger.

"Es war ein geiler Wettkampf mit einem grandiosen Ende für mich", jubelte Freund. Dass ihm im ersten Versuch nach der Landung der Ski etwas wegkippte und er dadurch schlechtere Haltungsnoten bekam, ärgerte ihn nur kurz. "Das ist natürlich etwas schade, aber ich bin dennoch verdammt glücklich", bemerkte Freund. Bundestrainer Werner Schuster lobte: "Es war ein toller Wettkampf und Severin hätte auch Weltmeister sein können. Seine Form stimmt."

Für Velta war es der beste Wettkampf seiner Karriere. Der 25-Jährige bewies als Außenseiter im Finale starke Nerven und wurde verdient Weltmeister.

Johaug holt das nächste Gold für Norwegen

Therese Johaug hat Norwegens Langläufern bereits die dritte Goldmedaille beschert. Die 26-Jährige entschied in Falun vor 41.500 Fans den Skiathlon über jeweils 7,5 Kilometer in der klassischen und freien Technik für sich. Johaug verwies in 40:57,6 Minuten ihre Landsfrau Astrid Jacobsen und die Schwedin Charlotte Kalla auf die Plätze. Für die Olympia-Vierte in dieser Disziplin war es das fünfte WM-Gold ihrer Karriere. Ski-Königin Marit Björgen, die zum Auftakt der Titelkämpfe in Falun den Sprint gewonnen hatte, blieb als Sechste erstmals seit 2009 in einem WM-Rennen überraschend ohne Medaille. "Ich hatte extrem schwere Beine. Als Therese am Berg anzog, war das Rennen gegen mich entschieden. Heute ging gar nichts", stellte die erfolgreichste nordische Skisportlerin der Historie enttäuscht fest. Die deutschen Läuferinnen hatten Edelmetall dagegen von vornherein nicht auf der Rechnung.

Therese Johaug Skiathlon WM

Therese Johaug jubelt über ihren Sieg im Skiathlon über 2 mal 7,5 Kilometer im klassischen und freien Stil

Als beste DSV-Starterin belegte Stefanie Böhler mit einem Rückstand von 2:34,9 Minuten den 18. Platz. "Zufrieden bin ich nicht. Das hat weniger mit der Platzierung als mit dem Gefühl im Rennen zu tun. Das war nicht so toll. Ich konnte nicht an meine Grenzen gehen", berichtete die 33-Jährige. Die zweimalige Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl lief das Rennen couragiert an, musste dem hohen Tempo dann aber Tribut zollen und wurde 29. "Ich bin vor allem mit dem Klassik-Part sehr zufrieden und überglücklich, dass ich bei dieser Atmosphäre starten durfte", sagte die 19-Jährige. Sandra Ringwald kam als 33. ins Ziel.

Wylegschanin im Sprint vorne

Beim Skiathlon der Männer ging die Goldmedaille nach Russland. Maxim Wylegschanin düpierte nach jeweils 15 Kilometern im klassischen und freien Stil alle Skandinavier und Topfavorit Dario Cologna aus der Schweiz. Der 32-Jährige, bei Olympia in Sotschi dreimal Zweiter, setzte sich im Zielsprint vor Titelverteidiger und Olympiasieger Cologna (+0,4 Sekunden) durch. Bronze ging an Alex Harvey aus Kanada (+1,6), der bereits Silber im Sprint gewonnen hatte. Norwegen blieb in der vierten Langlauf-Entscheidung erstmals ohne Titel und Medaille, Didrik Tönseth kam als bester Norweger auf Platz vier. Sprint-Weltmeister Petter Northug wurde Elfter. Für Gastgeber Schweden reichte es nur zu Platz sechs durch Calle Halfvarsson.

Die beiden deutschen Teilnehmer hatten nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Jonas Dobler belegte mit 2:53,7 Minuten Rückstand Platz 27. Florian Notz, Junioren-Weltmeister über 15 Kilometer, kam bei seinem WM-Debüt auf Rang 47 (+7:41,4).

asz/to/ck (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt