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Sport

Freund springt überragend zu Gold

Severin Freund darf sich Doppelweltmeister nennen. Dabei stellt er einen Schanzenrekord auf. Norwegen gewinnt in der Langlaufstaffel der Frauen die nächste Goldmedaille . Kombinierer Johannes Rydzek holt Bronze.

Severin Freund hat bei der WM in Falun das erste Einzel-Gold für die deutschen Skispringer seit 14 Jahren gewonnen. Der Mixed-Weltmeister sprang im Wettbewerb auf der Großschanze 134 und 135,5 Meter weit und setzte sich überlegen - mit 22 Punkten Vorsprung - vor Gregor Schlierenzauer aus Österreich durch. Bronze ging an den Norweger Rune Velta (242,9), der den Titel auf der kleinen Schanze gewonnen hatte.

"Das war ein wahnsinnig geiler Wettkampf für mich, in dem alles aufgegangen ist, in dem ich brutal viel Spaß hatte", sagte der neue Weltmeister. Freund ist damit Nachfolger von Martin Schmitt, der in den Jahren 1999 und 2001 als bislang letzter DSV-Adler den WM-Titel geholt hatte. Für Severin Freund war es im dritten WM-Wettbewerb die dritte Medaille. Zuvor hatte er Silber von der Normalschanze und Gold im Mixed gewonnen, damit ist er der bislang erfolgreichste Teilnehmer der Titelkämpfe in Falun.

Die anderen deutschen Springer konnten nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. WM-Neuling Markus Eisenbichler bot dennoch eine überzeugende Vorstellung und landete mit 122,5 und 127,5 Metern auf dem zehnten Platz. Richard Freitag kam mit 124 und 120,5 Metern auf Rang 15. Andreas Wellinger musste wegen eines Magen-Darm-Virus kurzfristig passen.

Langlaufstaffel verfehlt Medaille klar

Die deutschen Skilangläuferinnen haben eine Staffel-Medaille deutlich verpasst und damit die letzte große Chance auf Edelmetall vergeben. Beim Sieg der Norwegerinnen um die neue Rekordweltmeisterin Marit Björgen landete das DSV-Quartett auf dem sechsten Platz. Victoria Carl, Stefanie Böhler, Denise Herrmann und Nicole Fessel lagen nach 4 x 5 Kilometern 1:54,5 Minuten hinter Norwegen, das sich vor Gastegeber und Olympiasieger Schweden (+29,2 Sekunden) sowie Finnland (+30,9) durchsetzte. Zu Bronze fehlten dem deutschen Team, das bereits durch Startläuferin Carl hoffnungslos zurückgefallen war, gewaltige 1:24,6 Minuten.

Die deutsche Frauen-Staffel verpasste damit zum dritten Mal in Folge eine Medaille deutlich. Zuvor hatte es 2007 und 2009 jeweils Silber gegeben, 2003 in Val di Fiemme hatte sich das DSV-Quartett den Weltmeister-Titel gesichert. Im Skilanglauf droht nun die zweite medaillenlose WM in Serie. In der Männer-Staffel am Freitag sind die Chancen der DSV-Starter ebenso gering wie in den langen Klassik-Rennen am Wochenende.

Björgen stellt WM-Rekord ein

Die Norwegerinnen mit Heidi Weng, Therese Johaug, Astrid Uhrenholdt Jacobsen und Björgen leisteten erfolgreich Wiedergutmachung für ihre Olympia-Pleite von Sotschi vor einem Jahr, als sie in der gleichen Besetzung bei Schwedens Sieg nur Platz fünf belegt hatten. Die 34 Jahre alte Björgen, die in Falun bereits den Sprint gewonnen hatte, holte ihren insgesamt 14. Weltmeister-Titel und löste damit die russische Langläuferin Jelena Wälbe als erfolgreichste Teilnehmerin bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ab. Wälbe hatte von 1989 bis 1997 ebenfalls 14 Titel geholt, allerdings insgesamt weniger Medaillen als Björgen. Die Russin holte 17-mal WM-Edelmetall, Björgens WM-Medaillensammlung beinhaltet nun 21 Plaketten.

Kombinierer Rydzek holt Bronze

Bei den Kombinierern hat Johannes Rydzek seine dritte Medaille bei der WM in Falun gewonnen. Der Doppel-Weltmeister (Team und Normalschanze) sicherte sich am Donnerstag beim Wettbewerb der Nordischen Kombinierer von der Großschanze Rang drei. Er hatte 14,9 Sekunden Rückstand auf Überraschungs-Weltmeister Bernhard Gruber. Der Österreicher siegte in 22:45,8 Minuten und verwies den Franzosen Francois Braud mit 11,9 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Tino Edelmann und Titelverteidiger Eric Frenzel belegten gemeinsam Rang neun. Fabian Rießle kam als Zwölfter ins Ziel. "Diese Medaille ist sehr viel wert", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch der ARD. "Jetzt haben wir zweimal Gold und einmal Bronze. Wir standen bei jedem Rennen auf dem Podest. Hut ab vor meiner Mannschaft."

asz/to/ck (sid, dpa)

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