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Kultur

Freude, Trauer, Angst - Das Sportjahr 2001

Große Freude, aber auch Ernüchterung und Trauer beherrschen im Rückblick das Sportjahr 2001. Die schrecklichen Ereignisse des 11. September haben auch die schönste Nebensache nachhaltig verändert.

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Gerade jetzt, kurz vor den Winterspielen in den USA, geht nach den Terrorattacken in New York und Washington auch Angst um. Diskussionen über die Absage von Salt Lake City ließen zeitweise das aktuelle Geschehen in den Hintergrund rücken. 310 Millonen Mark werden jetzt in Sicherheitsvorkehrungen investiert - dennoch gibt es keine Garantie.

Das Zittern um die Qualifikation der deutschen Nationalelf zur Fußball-WM 2002 in Japan und Südkorea ließ die Sportfans wieder in den Alltag eintauchen. Vier Tage nach dem 1:1 in Kiew sicherte das Team von Rudi Völler am 14. November in Dortmund mit dem 4:1 gegen die Ukraine das WM-Ticket. Die 1:5-Blamage gegen England am 1. September blieb dennoch in den Köpfen der Fans haften.

Bayern - wer sonst

Den deutschen Fußball-Stolz verkörperte Bayern München. Durch das Tor des Tages von Ghanas 'Fußballer des Jahres' Sammy Kuffour in der Verlängerung holte der Rekordmeister Ende November in Tokio gegen die Boca Juniors den Weltpokal zum insgesamt dritten Mal nach 1976 (Bayern) und 1997 (Borussia Dortmund) in die Bundesrepublik.

Kahn im Duell

Oliver Kahn in Aktion

Die Münchner hatten am 23. Mai die europäische Champions League durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia gewonnen - 25 Jahre nach dem letzten Triumph im Landesmeister-Cup. Vater des Sieges: Oliver Kahn, derzeit vermutlich bester Torwart der Welt.

Die Bundesliga erlebte das dramatischste Finale ihrer Geschichte. Im Gelsenkirchener Parkstadion lagen sich die Fans nach dem 5:3 gegen Unterhaching schon freudetrunken in den Armen, ehe sie auf der Anzeigetafel sehen mussten, wie München mit dem sprichwörtlichen 'Bayern-Dusel' in der Nachspielzeit beim Hamburger SV noch den 1:1-Endstand erzielte, der dem Rekordmeister den insgesamt 17. nationalen Titel sicherte. Schalke, der 'Meister der Herzen', trocknete seine Tränen mit dem dritten Pokalgewinn nach 1937 und 1972 durch ein 2:0 im Finale gegen Union Berlin.

Alleinunterhalter

Michael Schumacher

Michael Schuhmacher

Michael Schumacher und Ferrari: 2001 ein fast unschlagbares Team. Der Kerpener sicherte sich lange vor Saisonschluss seinen vierten WM-Titel. Dazu ließ er die Rekorde purzeln. Neun Saisonsiege, 53 Grand-Prix-Erfolge insgesamt, 123 Saisonpunkte, 801 Punkte in seiner Formel-1-Karriere - alles Weltrekorde. Nur der Argentinier Manuel Fangio mit seinen fünf Titel hat 'Schumi' noch etwas voraus. Der aber belegt dafür in der weltweiten Gehaltstabelle der Unterhaltungsbranche Sport mit 110 Millionen Mark Jahresverdienst Platz zwei hinter Golf-Star Tiger Woods aus den USA.

'Sportler des Jahres' in Deutschland ist aber einer, der die Räder mit Muskelkraft bewegt: Erik Zabel, der zum sechsten Mal in Folge das Grüne Trikot bei der Tour de France und zum fünften Mal den Klassiker Mailand-San Remo gewann sowie die Rekordzahl von insgesamt 30 Saisonsiegen feierte. Jan Ullrich mehrte den Ruhm der Radsport-Nation Deutschland als Zeitfahr-Weltmeister und Tour-Zweiter hinter Ausnahme-Rennfahrer Lance Armstrong.

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