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Fremdwährungskredite für Ungarn: Milliongrab für österreichische Banken?

Bis zur Finanzkrise 2008 waren Fremdwährungskredite in Schweizer Franken in Ungarn beliebt. Österreichische Banken vergaben sie mit günstigen Zinsen und ohne große Sicherheiten. Mit der Finanzkrise kletterte der Kurs des Schweizer Franken gegenüber dem ungarischen Forint. Zum Teil verdoppelte sich damit die Höhe der Kredite. In der Folge konnten viele Ungarn die Schulden nicht mehr abzahlen.

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Durch ein neues Gesetz der ungarischen Regierung wurde nun ein niedrigerer Wechselkurs für die Kredite festgesetzt - ein einmaliger Vorgang. Die Regierung will damit Hunderttausende seiner Bürger davor schützen, dass sie die rasant gestiegenen Wohnungskredite in ausländischen Währungen vollständig zurückzahlen müssen. Von den 1,2 Millionen Ungarn, die einen Kredit in Schweizer Franken oder Euro aufgenommen haben, können schon jetzt 800.000 ihre Kreditraten nicht bezahlen. Die österreichischen Banken sind über das Vorgehen der ungarischen Regierung entsetzt. Es könnte für die Banken in der Alpenrepublik im schlimmsten Fall Ausfälle in Milliardenhöhe bedeuten. Unser Reporter Karl Harenbrock hat sich in Österreich umgehört und eine betroffene ungarische Familie besucht, die ganz schön tief in der Kreditklemme steckt.