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Nachrichten

Freitag, 9. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

OSLO: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an US-Präsident Barack Obama. Das Nobelkomitee teilte in Oslo mit, Obama werde für seine außergewöhnlichen Bemühungen ausgezeichnet, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken. Obama habe ein neues internationales Klima geschaffen, hieß es in der Begründung. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den finnischen Ex-Präsidenten Martti Ahtisaari, der für seine Vermittlung in mehreren internationalen Konflikten geehrt wurde. Der Preis ist mit umgerechnet knapp einer Million Euro dotiert.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat eine Ausweitung des NATO-Einsatzes in Afghanistan gefordert. In der einstimmig verabschiedeten Resolution heißt es, die Mitgliedsstaaten des Bündnisses müssten genügend Personal, Ausrüstung und andere Ressourcen beisteuern, damit die internationalen Truppen ihre Aufgaben erfüllen könnten. Zugleich verlängerte der Sicherheitsrat das Mandat der Schutztruppe ISAF um ein Jahr. An dem Einsatz in Afghanistan sind mehr als 60.000 Soldaten aus 42 Ländern beteiligt. US-Präsident Barack Obama bemüht sich zurzeit um einen neuen Kurs für den Einsatz am Hindukusch. Dabei werde auch eine Zusammenarbeit mit gemäßigten Taliban geprüft, sagte Außenministerin Hillary Clinton in Washington. Man untersuche alle denkbaren Ansätze, um eine kluge Entscheidung für das weitere Engagement in Afghanistan treffen zu können.

BERLIN: Union und FDP haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf eine grundsätzliche Finanzplanung für die kommende Legislaturperiode geeinigt. Trotz eines kleinen finanziellen Spielraums vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel, FDP-Chef Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer Steuerentlastungen und mehr Investitionen in Bildung und Forschung. Einigkeit herrscht offenbar über finanzielle Erleichterungen für Familien durch die Erhöhung des Kinderfreibetrags. Strittig ist, ob ein höheres Kindergeld finanziert werden kann. - Die so genannten fünf Wirtschaftsweisen warnten angesichts der angeschlagenen Haushaltslage unterdessen vor Steuergeschenken.

BERLIN: Linksparteichef Oskar Lafontaine will nach Medieninformationen nicht mehr für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Bundestag kandidieren. Sein Bundestagsmandat wolle er erst später niederlegen, hieß es in Parteikreisen. Im brandenburgischen Rheinsberg kommt die Linke-Fraktion an diesem Freitag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Lafontaine wolle sich nun ganz um die Landespartei im Saarland kümmern, hieß es. Die Saarländer Linke hatte bei der Landtagswahl mit Lafontaine als Spitzenkandidat 21,3 Prozent erreicht und könnte sogar in die Regierung kommen.

LEIPZIG: Mit einem Festakt wird zur Stunde in Leipzig an die friedliche Revolution in der DDR vor 20 Jahren erinnert. Im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die entscheidende Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 gewürdigt. Damals waren in Leipzig rund 70.000 Menschen für mehr Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen. Vier Wochen später fiel die Mauer.

ISLAMABAD: Bei einem Bombenanschlag in der pakistanischen Grenzstadt Peshawar sind mehr als 40 Menschen getötet worden. Die zuständige Provinzregierung berichtet zudem von mehr als hundert Verletzten. Die Autobombe explodierte in der Nähe eines stark besuchten Marktes, nur wenige hundert Meter vom Provinzparlament entfernt. – Inzwischen ist nach Angaben des Innenministeriums von Islamabad ein Verdächtiger verhaftet worden, der an dem Anschlag auf das Büro des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen beteiligt gewesen sein soll. Dabei waren am Montag in Islamabad fünf Menschen getötet worden.

SEOUL: Südkorea und Japan wollen den Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm möglichst in einem Schritt beilegen. Der neue japanische Ministerpräsident Yukio Hatoyama unterstützte bei einem Besuch in Seoul den südkoreanischen Vorschlag für eine "Paketlösung". Nach seinen Gesprächen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak sagte Hatoyama, es müsse nicht nur eine komplette und umfassende Lösung für das Atomwaffenprogramm Nordkoreas geben, sondern auch für dessen Raketenprogramm. Bis dahin dürfe das kommunistische Land keine wirtschaftliche Hilfe mehr erhalten. - Lee und Hatoyama wollen sich an diesem Samstag in Peking mit dem chinesischen Premierminister Wen Jiabao über das weitere Vorgehen im Atomstreit beraten. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hatte zuletzt seine Bereitschaft für neue Atom-Verhandlungen signalisiert.

MANILA: Bei einer Serie von Erdrutschen sind im Norden der Philippinen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Ihre Häuser sind unter Schlamm- und Geröllmassen vergraben. Zahlreiche Menschen werden nach offiziellen Angaben noch vermisst. Die Region ist in den vergangenen Tagen von schweren Regenfällen am Rande des Tropensturms "Parma" erfasst worden. Zudem haben neue Überschwemmungen auf den Philippinen abermals tausende Menschen in die Flucht getrieben. Rund 30 Städte sind überflutet, weil Dämme nicht mehr standhielten. - "Parma" hält sich noch über der Nordostküste des Inselstaates, der starke Regen dauert seit Tagen an.

KOPENHAGEN: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seinen Präsidenten Jacques Rogge für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Die IOC-Vollversammlung sprach dem 67 Jahre alten Belgier in Kopenhagen mit 88 von 93 Stimmen das Vertrauen aus. Rogge trat zur Wiederwahl für seine letzte Amtszeit ohne Gegenkandidat an. - Der dreimalige Olympia-Teilnehmer im Segeln und frühere Rugby-Nationalspieler ist seit 1991 im IOC und hatte 2001 die Präsidentschaft als Nachfolger des Spaniers Juan Antonio Samaranch übernommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden stark bewölkt und zunächst auch etwas Regen. Sonst setzt sich vielerorts die Sonne durch und es bleibt trocken. Die Temperaturen erreichen 12 bis 20 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 4 Grad, fast wolkenlos
Berlin: 7 Grad, leicht bewölkt
Dresden: 7 Grad, fast wolkenlos
Köln/Bonn: 4 Grad, nach Nebel
Frankfurt am Main: 10 Grad, fast wolkenlos
München: 15 Grad, bedeckt

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