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Nachrichten

Freitag, 9. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestag hat an den Fall der Mauer vor 18 Jahren erinnert und die Verdienste der Bürgerrechtsbewegungen in der DDR und den anderen Ländern des damaligen Ostblocks gewürdigt. Parlamentspräsident Norbert Lammert bezeichnete den 9. November als einen Tag, der wie kein anderer die herausragenden Höhen und Tiefpunkte deutscher Geschichte markiere. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sprach als Beauftragter für den Aufbau Ost von einer Zäsur in der deutschen Geschichte und auch für Europa und die ganze Welt. Tiefensee gab auch einen Bericht der Bundesregierung zur deutschen Einheit ab.


TEL AVIV: Israel will die nach dem Zweiten Weltkrieg mit Deutschland geschlossenen Wiedergutmachungsverträge nachverhandeln. Er wolle diesen Wunsch während eines geplanten Besuchs von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ansprechen, erklärte der israelische Minister für Renten- Angelegenheiten, Rafi Eitan. Niemand habe beispielsweise die hohen Lebenskosten und die um zehn Jahre höhere Lebenserwartung voraussehen können, sagte Eitan. - Deutschland hatte 1952 mit Israel und der Jewish Claims Conference das so genannte Luxemburger Abkommen geschlossen. Darin verpflichtete sich die Bundesrepublik, jüdischen Opfern des Nationalsozialismus Wiedergutmachung zu leisten.


ISLAMABAD: Wenige Stunden vor einer geplanten Großdemonstration gegen Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf ist Oppositionsführerin Benazir Bhutto unter Hausarrest gestellt worden. Polizisten umstellten Bhuttos Wohnsitz in Islamabad und errichteten Straßensperren. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen darf die ehemalige Regierungschefin ihr Haus bis zum Abend nicht verlassen. Die Stadt Rawalpindi, wo die Opposition gegen den von Musharraf verhängten Ausnahmezustand protestieren wollte, wurde komplett abgeriegelt. Der Staatspräsident hatte erklärt, seine Regierung werde gegen Demonstrationen der Opposition mit harter Hand vorgehen. Zugleich hatte Musharraf aber für Anfang nächsten Jahres Parlamentswahlen angekündigt und seine Absicht bekräftigt, als Armeechef zurückzutreten.

RANGUN: In Birma hat Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ihre Bereitschaft bekundet, mit der Militärregierung zu kooperieren. Zugleich bekräftigte sie ihren Willen, den Prozess der nationalen Versöhnung und Demokratisierung voranzubringen. In Rangun wurde Suu Kyi erneut von Arbeitsminister Aung Kyi empfangen, dem von der Junta ernannten Verbindungsmann zur Opposition. Anschließend durfte die unter Hausarrest stehende Politikerin erstmals seit drei Jahren wieder Führungsmitglieder ihrer Partei 'Nationale Liga für Demokratie' treffen.


KABUL: Der Weltsicherheitsrat hat den folgenschwersten Bombenanschlag in Afghanistan seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban scharf verurteilt. Zugleich sprach das höchste UN-Gremium der Regierung in Kabul das Vertrauen aus. Kein terroristischer Akt könne den Weg zur Demokratie umkehren, erklärte der Sicherheitsrat. Bei dem Anschlag im Norden Afghanistans waren am Dienstag nach jüngsten Angaben mindestens 75 Menschen getötet worden, unter ihnen zahlreiche Kinder und Jugendliche. Zu der Tat bekannte sich bisher niemand.

TIFLIS: Die Opposition in Georgien hat die Ankündigung von Präsident Michail Saakaschwili begrüßt, die Präsidentenwahl auf Januar vorzuziehen. Nach tagelangen Massenprotesten hatte Saakaschwili zuvor die Wahl für den 5. Januar angekündigt und eine Volksabstimmung über den Termin der nächsten Parlamentswahl zugesagt. Ungeachtet dessen nahmen Sicherheitskräfte auch am Donnerstag führende Oppositionspolitiker fest und begründeten die Haftbefehle mit angeblichen Verbindungen der Verdächtigen zum russischen Geheimdienst. Die USA drängten nochmals auf die baldige Aufhebung des Ausnahmezustands in Georgien. Auch die Medien müssten wieder ungehindert arbeiten können, hieß es in Washington mit Blick auf die Schließung mehrerer Radio- und Fernsehsender.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von Berlin aus zu einem Besuch in die USA abgereist. Mit US-Präsident George W. Bush will sie auf dessen Ranch in Texas über die internationalen Krisenherde sprechen. Im Mittelpunkt steht der Atomkonflikt mit dem Iran und die Zukunft des Kosovo. Das Treffen findet in privatem Rahmen statt.


FRANKFURT AM MAIN: An dem bundesweiten Streik im Güterverkehr der Bahn haben sich nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL bisher mehr als 1.800 Lokführer beteiligt. Rund 1.000 Züge seien seit Beginn des Ausstandes am Donnerstagmittag liegen geblieben, sagte GDL-Chef Manfred Schell in Frankfurt am Main. Die Bahn spricht dagegen lediglich von 900 Lokführern und 700 liegengebliebenen Zügen. Eine Lösung des festgefahrenen Konflikts ist auch am zweiten Streiktag nicht in Sicht.

LONDON: Die Nordsee-Anrainerstaaten Großbritannien, Niederlande und Deutschland haben sich auf die erste schwere Sturmflut dieses Herbstes vorbereitet. Im Osten Englands wurden tausende Menschen in Küstenregionen aufgerufen, sich vor Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen. In den Niederlanden stellte der größte europäische Hafen in Rotterdam seinen Betrieb komplett ein. Bis Freitagabend sollen die Stahltore des gigantischen Maeslant-Flutwehrs geschlossen bleiben. Auch für die deutsche Nordseeküste wurde eine Sturmflutwarnung ausgegeben. Im Laufe des Tages würden Wasserstände von bis zu zweieinhalb Metern über normal erwartet, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg mit.


RIO DE JANEIRO: Vor der Küste Brasiliens ist ein riesiges Ölfeld entdeckt worden, mit dem das südamerikanische Land zu den weltweit zehn größten Produzenten aufschließen könnte. Die staatliche Ölgesellschaft Petrobras teilte in Rio de Janeiro mit, das Feld enthalte bis zu acht Milliarden Barrel leichtes Rohöl. Da sich das Areal in sehr großer Tiefe befindet, kann mit der schwierigen Förderung frühestens in vier Jahren begonnen werden, wie Petrobras weiter bekannt gab.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach stark bewölkt und weitere Schauer, teils mit Graupel, im Bergland oberhalb von 500 Metern Schnee. Höchstwerte zwischen minus ein und plus acht Grad.

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