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Nachrichten

Freitag, 9. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BRÜSSEL: Im Ringen der EU-Staats- und Regierungschefs um den Ausbau der erneuerbaren Energien hat die deutsche Ratspräsidentschaft einen Kompromiss vorgeschlagen. Nach einem Entwurf für die Schlusserklärung des EU-Gipfels in Brüssel soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch bis 2020 wie vorgeschlagen auf 20 Prozent steigen. Doch sollen beim Erreichen dieses Ziels die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der einzelnen EU-Staaten berücksichtigt werden. Damit will Bundeskanzlerin Angela Merkel Ländern wie Frankreich, Tschechien und Polen entgegenkommen, die sehr stark von Atomenergie oder Strom aus Kohle abhängen.

BERLIN: Der Bundestag stimmt an diesem Freitag über die Entsendung von sechs Tornado-Flugzeugen und bis zu 500 deutschen Soldaten nach Afghanistan ab. Trotz zahlreicher Kritiker in Unionsparteien und SPD wird mit einer breiten Mehrheit für das Vorhaben der großen Koalition gerechnet. Die Tornado-Jets sollen auf Wunsch der NATO in ganz Afghanistan Aufklärungsfotos machen und so das Vorgehen der internationalen Truppen gegen die Taliban unterstützen. SPD-Fraktionschef Peter Struck wies Bedenken wegen eines möglicherweise folgenden Bodentruppen-Einsatzes der Bundeswehr in Südafghanistan zurück. Eine derartige Ausweitung des Mandats werde es mit der SPD nicht geben, sagte Struck im deutschen Fernsehen.

KABUL: Die afghanische Polizei hat sechs Personen unter dem Verdacht festgenommen, an der Ermordung eines deutschen Entwicklungshelfers beteiligt gewesen zu sein. Der Gouverneur der nördlichen Provinz Sar-e-Pul sagte, es seien zudem 100 zusätzliche Polizisten in das Gebiet entsandt worden, um die Täter zu finden. Er geht nach eigenen Angaben eher von einem terroristischen und keinem kriminellen Hintergrund aus, da nur der Deutsche und nicht auch seine afghanischen Begleiter ermordet worden seien. Präsident Hamid Karsai verurteilte den Mord an dem Mitarbeiter der Welthungerhilfe. Dieser war am Donnerstag im Norden des Landes von Unbekannten überfallen und erschossen worden.

BERLIN: Die SPD wendet sich gegen das von der US-Regierung in Osteuropa geplante Raketen-Abwehrsystem. Er könne die Sinnhaftigkeit dieser Stationierung nicht sehen, sagte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck der "Frankfurter Rundschau". Mit Blick auf einen entsprechenden Vorschlag von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung fügte der SPD-Chef hinzu, er könne sich ohne russische Zustimmung keinen Beschluss der NATO vorstellen, die Raketenstationierung vorzunehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich auf der Sicherheitskonferenz in München mit Nachdruck gegen die US-Pläne ausgesprochen.

WASHINGTON: Die US-Regierung will ein von den Demokraten geplantes Gesetzesvorhaben zum Truppenabzug aus dem Irak mit einem Veto blockieren. Präsidentenberater Dan Bartlett sagte, die Forderungen der Demokraten würden einen überstürzten Abzug bedeuten, der nicht durch die Lage im Irak begründet sei. Das am Donnerstag vorgestellte Vorhaben sieht vor, dass die US-Truppen selbst bei einer Verbesserung der Lage im Irak am 1. März 2008 mit ihrem Abzug beginnen und diesen bis September abschließen. Präsident George W. Bush lehnt bislang einen Zeitplan für ein Ende des Militäreinsatzes im Irak ab.

SAO PAULO: US-Präsident George W. Bush ist zu Beginn einer fast einwöchigen Reise nach Lateinamerika in Brasilien eingetroffen. Bei seinen Gesprächen in Sao Paulo wird es - wie bei den weiteren Stationen in Uruguay, Kolumbien, Guatemala und Mexiko - in erster Linie um eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit gehen. Die Reise soll nach Einschätzung von US-Diplomaten auch den Einfluss des linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in Lateinamerika mindern. Schon vor der Ankunft Bushs war es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, nachdem mehr als 6.000 Menschen friedlich durch Sao Paulo gezogen waren.

SEOUL: Der frühere Finanzminister Han Duck-Soo ist neuer Regierungschef Südkoreas. Präsident Roh Moo-Hyun ernannte den 58-Jährigen zum Nachfolger der am Mittwoch offiziell zurückgetretenen ersten Ministerpräsidentin des Landes, Han Myeong-Sook. Der neue Premier gilt als Verfechter eines freien Welthandels und einer freien Marktwirtschaft. Er berät den Präsidenten unter anderem bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA.

NIKOSIA: Die griechischen Zyprer haben mit dem Abbau der Grenzmauer in der Hauptstadt Nikosia begonnen. Arbeiter rückten mit schwerem Gerät an und begannen, die fünf Meter hohe Betonmauer einzureißen. Diese verläuft über die Waffenstillstandslinie, die den griechischen und den türkischen Teil voneinander trennt. Die griechisch-zyprische Regierung bezeichnete die überraschende Aktion als Zeichen des guten Willens. Zilvilisten dürften allerdings erst dann in den anderen Stadtteil, wenn die Türkei ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen habe. Zypern ist seit der türkischen Invasion 1974 geteilt.

Zum Fußball: Im Achtelfinale des UEFA-Cups hat der RC Lens Bayer Leverkusen 2:1 geschlagen. Werder Bremen gewann gegen die Mannschaft von Celta Vigo mit 1:0. Die Rückspiele finden am kommenden Mittwoch statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen stark bewölkt mit aufkommendem Regen, im Osten und Süden zunächst noch freundlich, später auch dort regnerisch. Höchstwerte zwischen sieben und 14 Grad.

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