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Nachrichten

Freitag, 9. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BAGDAD: Die irakische Regierung hat aus Angst vor Vergeltungsschlägen nach dem Tod des Top-Terroristen Abu Mussab el Sarkawi für die Zeit der Freitagsgebete eine Ausgangssperre im Großraum Bagdad erlassen. Angesichts der erhöhten Anschlagsgefahr solle die Bevölkerung zu Hause bleiben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Außerdem gilt für die Zeit von elf bis 17 Uhr ein Fahrverbot für Bagdad und das nördlich gelegene Bakuba. Bagdad war bereits am Donnerstag nach dem Bekanntwerden des Todes el Sarkawis von einer Anschlagsserie erschüttert worden. Dabei wurden mindestens 40 Menschen getötet.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Luftangriff ist der palästinensische Milizenführer Dschamal Abu Samhadana getötet worden. Der Chef des militanten 'Volkswiderstandskomitees' stand auf Platz zwei der von Israel meistgesuchten Extremisten. Abu Samhadana war zuletzt auch Sicherheitschef der Hamas-Regierung, was nicht nur in Israel, sondern auch bei der Fatah-Organisation des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas auf Empörung stieß. Er gilt als Drahtzieher zahlreicher Raketenangriffe auf Israel.

GAZA-STADT: Das von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geplante Referendum über eine Zwei-Staaten-Lösung soll am 31. Juli stattfinden. Abbas werde den Termin am Samstag formell bekanntgeben, teilte ein Präsidentensprecher mit. Die radikal-islamische Hamas- Regierung von Ministerpräsident Ismail Hanija lehnt das Referendum ab und will die Abstimmung boykottieren. Sie sieht darin eine indirekte Anerkennung des Existenzrechts Israels.

TOKIO: Japan soll mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder ein Verteidigungsministerium erhalten. Das beschloss die Regierungskoalition unter Ministerpräsident Junichiro Koizumi. Der Gesetzentwurf muss noch vom Parlament gebilligt werden. Der Chef des derzeitigen Amtes für Verteidigung, Fukushiro Nukaga, sagte zur Begründung, die Aufwertung zu einem Ministerium sei auch deshalb notwendig, damit das Land seinen wachsenden internationalen Verpflichtungen nachkommen könne. Japan hat seit Ende des Zweiten Weltkrieges eine strikt pazifistische Verfassung. Dennoch entsandte die Regierung in Tokio 2004 etwa 600 Soldaten in der Irak, allerdings ohne Kampfmandat.

OSLO: Die Regierung in Norwegen hat eine Überprüfung seiner Vermittlerrolle in Sri Lanka angekündigt. In Schreiben an die Regierung und die tamilischen Rebellen forderte sie beide Seiten zu einer Stellungnahme zum Friedensabkommen auf. Am Donnerstag waren Vermittlungsgespräche über die Sicherheit internationaler Beobachter gescheitert. Die Vertreter der Rebellengruppe Tamilentiger von Eelam LTTE hatten direkte Kontakte mit Mitgliedern der srilankischen Regierung abgelehnt. Das Friedensabkommen war 2002 unter Vermittlung Norwegens ausgehandelt worden.

BANGKOK: In Thailand haben die fünftägigen Feiern zum 60-jährigen Thronjubiläum von König Bhumibol Adulyadey begonnen. Mehr als eine halbe Million Menschen nahm an einer öffentlichen Audienz teil. In einer Rede an sein Volk rief Bhumibol zur Einheit des Landes auf. In Thailand herrscht seit der Annullierung der Parlamentswahlen im Mai eine Regierungskrise. Der König wird im Lande wegen seines Einsatzes für die Armen und seiner strikten politischen Neutralität verehrt. Bhumibol ist der dienstälteste Monarch der Welt.

BERLIN: Die Große Koalition will die Eckpunkte der geplanten Gesundheitsreform noch vor der parlamentarischen Sommerpause festlegen. SPD-Chef Kurt Beck gab sich nach Beratungen der Koalitionsspitzen zuversichtlich, dass dies gelingen werde. Ähnlich optimistisch äußerte sich auch der Gesundheitsexperte der CSU, Wolfgang Zöller. In der Diskussion ist das Modell eines Gesundheitsfonds, aus dem die Krankenkassen künftig finanziert werden sollen. In den Pool sollen die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie Steuereinnahmen fließen.

MAINZ: An der Universitätsklinik Mainz sind die Ärzte in einen unbefristeten Streik getreten. Nach Angaben eines Sprechers werden einzelne Stationen geschlossen und Patienten in andere Krankenhäuser verlegt. Bis Montag werde die Hälfte der Klinikbetten leer sein, hieß es. An diesem Freitag gehen die Tarifverhandlungen für kommunale Kliniken in Köln weiter. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert auch hier bessere Arbeitsbedingungen und eine deutliche Anhebung der Grundvergütung.

ZUM FUSSBALL: Millionen von Fans warten mit Spannung auf das Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier beginnt das Match Deutschland gegen Costa Rica im Münchner WM-Stadion um 18.00 Uhr Ortszeit. Spekulationen gibt es noch über den Einsatz von Kapitän Michael Ballack, der wegen einer Verletzung der Wade behandelt wird.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Allgemein sonnig, nur im Osten und Südosten wolkiger mit einzelnen Schauern. Höchstwerte zwischen 16 Grad auf Sylt und 26 Grad im Rheinland.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 15°, leicht bewölkt; Berlin: 16°, wolkig; Dresden: 14°, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 14°, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 14°, wolkig und München: 11°, fast wolkenlos.