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Nachrichten

Freitag, 9. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Knapp zwei Wochen nach Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen hat der Weltsicherheitsrat eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe verlangt. Nach tagelangen Beratungen verabschiedete das UN-Gremium eine Resolution, in der Israel zum 'vollständigen Rückzug' aus dem Palästinensergebiet auffordert wird. Der Text verurteilt zudem 'jede Form der Gewalt gegen Zivilisten' sowie 'jede Art von Terrorismus'. Die Raketenangriffe militanter Palästinenser werden nicht ausdrücklich erwähnt. Ungeachtet der Resolution gingen die Kämpfe zwischen israelischen Truppen und Anhängern der radikal-islamischen Hamas weiter. Seit Beginn der Offensive Ende Dezember wurden nach palästinensischen Angaben bereits mehr als 770 Menschen getötet.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bricht noch an diesem Freitag zu einer Vermittlungsmission in den Nahen Osten auf. Mit den Regierungen Israels und Ägyptens wolle er über die Voraussetzungen für ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen sprechen, sagte Steinmeier in Berlin. Auch ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sei vorgesehen. Die humanitäre Situation im Gazastreifen erfülle die Bundesregierung mit großer Sorge, so der SPD-Politiker weiter. Sie könne nur durch einen umfassenden Waffenstillstand verbessert werden.

BRÜSSEL: Die russischen Gasexporte über die Ukraine in Richtung Westen können nach Einschätzung der Europäischen Union schon bald wieder aufgenommen werden. Nach Angaben der EU-Kommission akzeptierte die Ukraine, dass russische Beobachter gemeinsam mit europäischen Experten den Gas-Transit überwachen. Bereits seit Mittwoch fließt kein russisches Gas mehr über die Ukraine nach Mittel- und Westeuropa. Russland hatte die Lieferungen mit der Begründung gestoppt, die Ukraine habe für EU-Staaten bestimmtes Gas illegal abgezweigt. An die Ukraine selbst liefert Russland schon seit Jahresbeginn kein Gas mehr. Beide Länder streiten über unbezahlte Rechnungen und künftige Lieferkonditionen.

KABUL: Bei einem Selbstmord-Anschlag auf einem belebten Markt sind im Südwesten Afghanistans mindestens zehn Menschen getötet worden. Das Attentat habe sich gegen eine Gruppe von Polizisten gerichtet, teilten die Behörden in der Provinz Nimros mit. Bei dem Anschlag sei auch ein ranghoher Polizeibeamter getötet worden, die meisten Opfer seien jedoch Zivilisten.

COLOMBO: Im Kampf gegen tamilische Rebellen hat die Armee Sri Lankas nach Regierungs-Angaben die vollständige Kontrolle über den strategisch wichtigen Elefanten-Pass übernommen. Der Pass führt zur Halbinsel Jaffna im Norden des Landes und war von den sogenannten Befreiungstigern von Tamil Eelam im Jahr 2000 erobert worden. Bei einer groß angelegten Militäroffensive hatte die Armee bereits vergangene Woche die Rebellen-Hochburg Kilinochchi und wichtige Stützpunkte der Aufständischen einnehmen können. Das Militär machte die Rebellen für einen Bombenanschlag im Nordosten Sri Lankas verantwortlich, bei dem am Freitagmorgen mindestens sieben Menschen getötet wurden.

ERFURT: Die CDU-Spitze beginnt an diesem Freitag offiziell mit den Vorbereitungen für den Bundestagswahlkampf 2009. Auf einer Klausurtagung in Erfurt will der Bundesvorstand der Christdemokraten unter anderem einen Forderungskatalog für das zweite Konjunkturpaket verabschieden. Dazu gehören mehr Investitionen in Schulen und Infrastruktur, ein so genannter "Deutschlandsfonds" für Unternehmenskredite sowie die Senkung von Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen. Zudem will sich die CDU für eine Koalition mit der FDP nach der Wahl am 27. September aussprechen. Dies hatte zuvor auch schon die Schwesterpartei CSU getan. Die Liberalen selbst haben bisher keine Koalitionsaussage getroffen.

WASHINGTON: Wegen des Klimawandels droht einem großen Teil der Weltbevölkerung nach einer aktuellen Studie bis zum Ende dieses Jahrhunderts ein Nahrungsmittelmangel. Auslöser sind nach Erkenntnissen, die Wissenschaftler der Universität in Washington jetzt veröffentlichten, sowohl die steigenden Temperaturen als auch der daraus entstehende Wassermangel. In den Tropen werde die Mais- und Reisernte um 20 bis 40 Prozent zurückgehen. Derzeit leben rund drei Milliarden Menschen in tropischen und subtropischen Regionen. Dazu zählen Nordindien, Südchina, große Teile Australiens und Afrika, aber auch der Süden der USA, Nordargentinien sowie Südbrasilien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden teils dicht bewölkt, nur vereinzelt Regen oder Schnee. Sonst viel Sonne und durchweg trocken. Tageshöchstwerte zwischen minus sechs und plus ein Grad, an den Küsten bis plus fünf Grad.

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