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Nachrichten

Freitag, 9. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KUNDUS: Eine Woche nach dem tödlichen Angriff auf deutsche Soldaten im Norden Afghanistans ist ein weiterer Anschlag auf Bundeswehrsoldaten verübt worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin wurde ein Sprengsatz auf der Straße zum Feldlager der Deutschen in Kundus zur Explosion gebracht. Ein Bundeswehrfahrzeug wurde beschädigt. - Mit einer Trauerfeier im niedersächsischen Selsingen wird an diesem Freitag der drei vor einer Woche in einem Gefecht mit Taliban-Kämpfern getöteten Fallschirmjäger gedacht. Neben den Angehörigen werden auch Bundeskanzlerin Merkel und Verteidigungsminister zu Guttenberg teilnehmen.

BONN: Vertreter aus 190 Ländern bemühen sich nach dem Desaster des Weltklimagipfels von Kopenhagen um einen neuen Anlauf für den globalen Klimaschutz. Die dreitägigen Gespräche finden auf Arbeitsebene am Sitz des UN-Klimasekretariats in Bonn statt. Sie sollen zu einer Einigung auf eine Nachfolgeregelung für das 2012 auslaufende Kyoto-Klimaprotokoll führen. International war die bloße Absichtserklärung vom Gipfel im Dezember in Kopenhagen als unzureichend kritisiert worden. Die beiden weltgrößten Klimasünder China und die USA kündigten später an, sie wollten weiter an gemeinsamen Lösungen auf UN-Ebene mitarbeiten.

BANGKOK: In Thailand trotzen die Anhänger der Opposition weiter den Anordnungen der Regierung. Ungeachtet eines Ausnahmezustands zogen rund 20.000 Demonstranten durch die Straßen und protestierten gegen die Schließung eines ihnen nahestehenden Fernsehsenders. Einige der sogenannten Rothemden versuchten, ein Gebäude des Senders zu stürmen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein - erstmals seit Beginn der Proteste gegen die thailändische Regierung vor drei Wochen.

BISCHKEK: In der Hauptstadt Kigisistans haben zahlreiche Menschen um die Opfer des Umsturzes getrauert. Rund 1000 Menschen versammelten sich am Regierungssitz in Bischkek. Bei der Erstürmung von Regierungsgebäuden durch Anhänger der Opposition und bei Straßenschlachten mit der Polizei waren in den vergangenen Tagen mindestens 75 Menschen getötet worden und mehr als 1000 verletzt worden. Inzwischen soll sich die Lage nach Angaben der Übergangsregierung weitgehend stabilisiert haben. Das Militär und Sicherheitskräfte hätten in Bischkek in der Nacht Plünderer mit Tränengas und Warnschüssen gestoppt.

PRAG/ WASHINGTON: US-Präsident Obama hat den US-Senat zu einer raschen Ratifizierung des neuen Nuklear-Abrüstungsabkommens mit Russland aufgefordert. Die Abrüstung und die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen seien für die USA lebenswichtig, sagte Obama einem US-Fernsehsender. Im US-Senat verfügen Obamas Demokraten nur über 59 Stimmen, für die Ratifizierung des neuen START-Abrüstungsabkommens sind 67 Stimmen erforderlich. Am Donnerstag hatten Obama und Russlands Präsident Medwedew in Prag vereinbart, die einsatzbereiten Atomsprengköpfe auf je 1550 zu begrenzen.

HANOI: Die Staats- und Regierungschefs des Verbandes Südostasiatischer Staaten - ASEAN - haben das Militärregime in Birma zu freien und fairen Wahlen aufgefordert. Außerdem müsse es eine nationale Versöhnung geben, hieß es in der Abschlusserklärung des Gipfeltreffens in Hanoi. Die birmanische Junta hat eine Parlamentswahl für dieses Jahr angekündigt, die erste seit zwei Jahrzehnten. Oppositionsführerin Suu Kyi darf daran aber nicht teilnehmen. Ihre Partei will die Abstimmung boykottieren.

PEKING: Drei wegen Drogenschmuggels verurteilte Japaner sind in China hingerichtet worden. Die Hinrichtungen seien nach der Bestätigung der Todesstrafen durch das Oberste Volksgericht vollstreckt worden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Erst vor drei Tagen war schon ein Japaner in der Hafenstadt Dalian exekutiert worden. Es sind die ersten Hinrichtungen japanischer Staatsbürger in China seit der Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern 1972.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten sowie an den Alpen noch einige Schauer. Sonst Auflockerungen mit etwas Sonne, am freundlichsten zwischen Nordseeküste und Rheinland. Höchstwerte sieben bis 15 Grad.

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