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Nachrichten

Freitag, 8. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BUDAPEST: Nach dem Giftschlamm-Unfall in Ungarn hat die Regierung bei der Europäischen Union um Unterstützung gebeten. Das Land benötige dringend Experten im Umgang mit Umweltkatastrophen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Der giftige Schlamm war am Montag aus dem Auffangbecken einer Aluminiumfabrik ausgetreten, das geborsten war. Eine Million Kubikmeter dünnflüssiger Bauxit-Schlamm überschwemmte mehrere Dörfer. Vier Menschen kamen ums Leben. Ministerpräsident Orban sprach von einer nie dagewesenen ökologischen Katastrophe in Ungarn. Der Giftschlamm hat derweil einen Seitenarm der Donau erreicht.

DEN HAAG: Vier Monate nach der Parlamentswahl in den Niederlanden steht einer vom Islamgegner Wilders geduldeten Minderheitsregierung von Rechtsliberalen und Christdemokraten nichts mehr im Weg. Königin Beatrix habe ihn mit der Kabinettsbildung beauftragt, teilte der künftige Ministerpräsident Rutte von der rechtsliberalen Partei VVD mit. Auf das Regierungsmodell hatten sich Christdemokraten und Rechtsliberale Ende September geeinigt. Der Duldungsvertrag sieht unter anderem vor, die Einwanderung aus islamischen und anderen nichtwestlichen Ländern in den nächsten Jahren um rund 50 Prozent zurückzuschrauben.

ANKARA: Chinas Regierungschef Wen ist in die Türkei gereist, um die Zusammenarbeit beider Länder zu vertiefen. Dazu kam er in Ankara mit Ministerpräsident Erdogan und andere Regierungsvertretern zusammen. Anschließend will er sich in Istanbul mit türkischen Wirtschaftsvertretern treffen, um über Investitionen und gemeinsame Projekte zu sprechen.

TOKIO: Das japanische Kabinett hat ein weiteres Konjunkturpaket über umgerechnet rund 44 Milliarden Euro verabschiedet, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Damit soll ein weiterer Kursanstieg des Yen verhindert und die Deflation bekämpft werden. Jüngste Wirtschaftsdaten hatten gezeigt, dass die Exporte und die Industrieproduktion zurückgehen und die Stimmung in den Unternehmen schlechter wird. Deshalb hatte die Notenbank schon den Zins auf nahezu null Prozent gesenkt. Das Konjunkturpaket wird als Nachtragshaushalt noch in diesem Monat ins Parlament eingebracht.

WASHINGTON: Die Ausgaben der USA für private Sicherheitsdienste in Afghanistan landen nach einem Senatsbericht oftmals in den Taschen der radikal-islamischen Taliban-Miliz oder afghanischer Warlords. In der Untersuchung des Streitkräfte-Ausschusses heißt es, die privaten Firmen prüften ihr Personal nicht eingehend genug. Das führe dazu, dass immer wieder auch militante Islamisten als Wachleute angeheuert würden. Die Sicherheit der US-Truppen sowie die Mission in Afghanistan seien dadurch gefährdet.

STUTTGART: Noch vor dem Schlichtungsversuch des früheren CDU-Generalsekretärs Geißler hat sich der Streit um das Bahnprojekt "Stuttgart 21" wieder verschärft. Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus (CDU) warf den Grünen mangelnden Einigungswillen vor. Grünen-Landtagsfraktionschef Kretschmann entgegnete, wenn Mappus ohne Wenn und Aber an dem Projekt festhalten wolle, hätten ernsthafte Gespräche keinen Sinn. – Vermittler Geißler hatte mit der Ankündigung eines Baustopps für Verwirrung gesorgt. Mappus und die Deutsche Bahn widersprachen und erklärten, es werde keinen Baustopp geben. Für SPD-Landeschef Schmid ist das eine "Blamage auf der ganzen Linie". Es habe keine 24 Stunden gedauert, bis Mappus seinen eigenen Schlichter demontiert habe, sagte Schmid.

Soeben wird gemeldet: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo. Das hat das norwegische Nobelkomitee bekanntgegeben. Liu sitzt wegen der Mitwirkung bei der Verfassung und Verbreitung der sogenannten Charta 08, einem Aufruf zu umfassenden politischen Reformen in China, in Haft. Die chinesische Regierung hatte kürzlich das Nobelkomitee davor gewarnt, den Preis an Liu zu vergeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zum Teil zäher Nebel oder Hochnebel. Abseits davon freundlich mit zum Teil längerem Sonnenschein bei zwölf bis 23 Grad.

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