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Nachrichten

Freitag, 8. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

AMMAN: Papst Benedikt XVI. ist zu einer einwöchigen Reise in den Nahen Osten aufgebrochen. Erste Station ist die jordanische Hauptstadt Amman, wo das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit König Abdullah II. und islamischen Würdenträgern zusammentrifft. Am Montag reist Benedikt nach Israel weiter. Dort besucht der deutsche Papst die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem und die Klagemauer. Am Tag darauf will er in einem palästinensischen Flüchtlingslager eine Rede halten. Die Sicherheitsmaßnahmen sind enorm. Um den Papst zu schützen, soll Israel rund 80.000 Sicherheitskräfte mobilisiert haben.--Der Papst hat seine erste Nahost-Reise als Pilgerfahrt und Friedensmission bezeichnet. Allerdings gab es Anfang des Jahres erhebliche Verstimmungen mit den Juden, weil Benedikt die Exkommunikation des Holocaust-Leugners und Pius-Bruders Richard Williamson aufgehoben hatte.

BERLIN: Die globale Rezession macht dem deutschen Außenhandel weiter zu schaffen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken im Monat März die Ausfuhren im Jahresvergleich um 15,8 Prozent, die Einfuhren um 11,6 Prozent. Anlass zur Hoffnung gibt dagegen der Monatsvergleich. Im Verhältnis zum Februar dieses Jahres nahmen die Exporte kalender- und saisonbereinigt minimal um 0,7 Prozent und die Importe um 0,8 Prozent zu. Experten warnen aber vor Optimismus. Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise seien Rückschläge jederzeit möglich.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat von Israel ein klares Bekenntnis zu einer Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern verlangt. Beim Besuch des neuen Außenministers Avigdor Lieberman in Berlin sagte Steinmeier, er erwarte, dass die neue israelische Regierung am Friedensprozess im Nahen Osten festhalte und mit Energie die Zwei-Staaten-Lösung verfolge. Lieberman, Chef der ultranationalistischen Partei "Unser Haus Israel", kündigte nach Angaben des Auswärtigen Amtes an, die Regierung wolle bis zum Besuch von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den USA am 18. Mai konkrete Perspektiven entwickeln.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat für einen Neuanfang in den russisch-amerikanischen Beziehungen geworben. Es bestehe die Chance, bei der atomaren Abrüstung und einer Reihe weiterer Themen die Beziehungen neu zu beginnen, sagte Obama nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Washington. Dieser fügte hinzu, die Reduzierung von Atomwaffen weltweit müsse vorangetrieben werden. Die amerikanisch-russischen Beziehungen werden durch das geplante US-Raketenabwehrsystem in Europa belastet sowie durch das militärische Vorgehen Russlands in Georgien im vergangenen Sommer.

WASHINGTON: Die größten US-Banken brauchen deutlich geringere Finanzspritzen als zunächst befürchtet. Das geht aus dem so genannten Banken-Stress-Test hervor, den die US-Regierung und die Notenbank durchführen ließ. Allerdings ergab die Prüfung, dass immerhin zehn von 19 Instituten rund 74 Milliarden Dollar benötigen, um bei einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise gewappnet zu sein. Die umfangreichste Finanzspritze benötigt der Untersuchung zufolge der Branchenriese "Bank of America" mit fast 34 Milliarden Dollar. Finanzminister Timothy Geithner sagte, durch den Test sei Unsicherheit durch Transparenz ersetzt worden. Er hoffe, dass die Banken ihre Kapitallücken ohne staatliche Hilfe schließen könnten.

CARACAS: In Venezuela werden weitere Teile der Ölindustrie unter staatliche Kontrolle gebracht. Der sozialistische Staatschef Hugo Chavez teilte mit, Anlagen und Güter von Zulieferern, Subunternehmen und Fördergesellschaften würden ab dem heutigen Freitag in Staatsbesitz übergehen. Zuvor hatte das Parlament ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Im Ölfördergebiet Maracaibo besetzte die Armee Anlagen und Einrichtungen von rund 20 Unternehmen. -- Das Gesetz ermöglicht der Regierung, zu einem späteren Zeitpunkt auch auf Anlagen großer Unternehmen wie der US-Konzerne Halliburton und Schlumberger zuzugreifen. Bei ihnen hat die staatliche venezolanische Ölgesellschaft wegen niedriger Ölpreise Schulden in Milliardenhöhe angehäuft.

TOKIO: Der weltgrößte Autobauer Toyota ist im vergangenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust summierte sich auf umgerechnet knapp 3,3 Milliarden Euro. Der Absatz sank auf unter 7,6 Millionen Fahrzeuge. Damit verkaufte Toyota rund 1,3 Millionen Fahrzeuge weniger als im Jahr davor.

WASHINGTON: Die Auslieferung des mutmaßlichen NS-Verbrechers John Demjanjuk aus den USA nach Deutschland ist wieder wahrscheinlicher geworden. Ein Richter des Obersten Gerichtshofs lehnte den Antrag des 89-Jährigen auf einen Stopp der Abschiebung ab. Ob Demjanjuks Anwalt weitere juristische Schritte gegen eine Abschiebung unternehmen will, ist unklar. - Die Staatsanwaltschaft München will den mutmaßlichen früheren KZ-Aufseher wegen Beihilfe zum Mord an 29.000 Juden im NS-Vernichtungslager Sobibor anklagen.

SAN FRANCISCO: Im US-Bundesstaat Kalifornien haben mehr als 13.000 Menschen ihre Häuser verlassen, um den Buschbränden zu entkommen. Die Feuer werden immer wieder durch den Wind angefacht. Im Bezirk Santa Barbara gilt der Notstand. Dort wurden bereits 70 Häuser Opfer der Flammen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und vielfach Regen, vor allem im Osten auch kräftige Gewitter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 17 und 25 Grad Celsius.

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