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Nachrichten

Freitag, 8. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MADRID: Der spanische Regierungschef José Luis Zapatero, dessen Land derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, macht im Kampf gegen die Wirtschaftskrise Druck. Er schließe auch Sanktionen gegen EU-Staaten nicht aus, die nicht genug für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft tun. Auf einer Pressekonferenz in Madrid nannte Zapatero als Beispiel etwa Kürzungen von Subventionen aus dem Haushalt der Europäischen Union. Die Debatte darüber solle auf einem EU-Gipfeltreffen am 11. Februar in Brüssel geführt werden. - In Madrid will Zapatero an diesem Freitag mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident Josè Manuel Barroso und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton den Kurs für die kommenden sechs Monate abstimmen.

ANKARA: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut die volle Mitgliedschaft seines Landes in der EU gefordert. Mit einer "halben Mitgliedschaft" werde sich die Türkei nicht zufrieden geben, sagte Erdogan in einem Gespräch mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle in Ankara. Westerwelle verwies bei dem Treffen auf den Berliner Koalitionsvertrag, in dem sich Union und FDP zur Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bekennen. In dem Vertrag sei nicht von einer "privilegierten Partnerschaft" unterhalb der Beitrittsschwelle die Rede. Diese Äußerungen lösten inzwischen Kritik bei der CSU aus. Generalsekretär Alexander Dobrindt erklärte, mit Blick auf die Interessen Deutschlands und der EU halte die CSU eine Vollmitgliedschaft der Türkei für nicht möglich.

WASHINGTON: Knapp zwei Wochen nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug bei Detroit hat Präsident Barack Obama neue Maßnahmen zur besseren Terrorabwehr angeordnet. Die Kriterien für die Listen mit Terror-Verdächtigen müssten erweitert werden, sagte Obama bei der Vorstellung eines Prüfberichts über Fehler der Geheimdienste bei dem Anschlagsversuch. Zudem müsse die Arbeit der Dienste besser verzahnt werden. Der Vorfall resultiere nicht aus dem Versagen einzelner Regierungsmitglieder, sondern aus Systemfehlern. Wenn aber das System versage, falle das auf ihn zurück. Die Heimatschutzministerin Janet Napolitano kündigte an, in diesem Jahr auf US-Flughäfen 300 fortgeschrittene Körperscanner zu installieren. Sie will noch im Januar in Spanien mit ihren europäischen Kollegen über effektivere Sicherheitskontrollen sprechen.

ISLAMABAD: Bei einer schweren Explosion in der südpakistanischen Stadt Karachi sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, sind die Opfer vermutlich militante Islamisten, die in einem Haus Sprengstoff gelagert hatten. Nach ersten Ermittlungen handelte es sich bei der Explosion um einen Unfall. In den Trümmern des eingestürzten Gebäudes stellte die Polizei Granaten, Kalaschnikows und Sprengstoffwesten sicher.

GAZA-STADT: Die israelische Luftwaffe hat mehrere Ziele im Gazastreifen beschossen. Dabei wurden nach neuen palästinensischen Angaben drei Menschen getötet. Die Leichen wurden nach Augenzeugenberichten aus einem Schmuggler-Tunnel an der Grenze zu Ägypten geborgen. Die israelische Armee bestätigte vier Angriffe auf die nach ihrer Ansicht zum Waffenschmuggel genutzten Tunnel. Der Einsatz wurde mit dem vorausgegangenen Beschuss von Zielen im Süden Israels begründet. Die im Gazastreifen abgeschossenen Granaten richteten keinen Schaden an.

BUENOS AIRES: Im Streit um die Verwendung von Devisenreserven für den Abbau von Staatsschulden hat Argentiniens Präsidentin Christina Kirchner den Chef der eigentlich unabhängigen Zentralbank, Martín Redrado, per Dekret entlassen. Er habe seine Amtspflichten verletzt, hieß es zur Begründung. Der Bankchef hatte sich geweigert, rund 6,6 Milliarden US-Dollar Währungsreserven in einen neuen Fonds zur Schuldentilgung einzuzahlen. Er halte es für illegal, Währungsreserven für den Abbau von Staatsschulden einzusetzen, sagte Redrado. Die argentinische Opposition teilt diese Einschätzung. - Fachleute bekundeten Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Amtsenthebung. Den Statuten der Zentralbank zufolge muss die Regierung die Zustimmung des Kongresses einholen, wenn sie den Bankchef absetzen will.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten Wolken mit kurzen Auflockerungen. In der gesamten Südosthälfte Schneefall mit Glätte, der bis zum Abend eine Linie Brandenburg-Harz-Pfalz erreicht. Höchstwerte minus sieben bis plus ein Grad.

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