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Nachrichten

Freitag, 8. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist nach Ermittlungen der britischen Polizei bei ihrer Wahlkampfveranstaltung durch die Wucht einer Explosion getötet worden. Kurz zuvor abgefeuerte Schüsse seien nicht die Todesursache gewesen, heißt es in einem Ermittlungsbericht von Scotland Yard. Danach habe es sich um einen Einzeltäter gehandelt, der zunächst geschossen und sich in der Nähe von Bhuttos Fahrzeug in die Luft gesprengt habe. Die Ergebnisse stützen die Darstellung der pakistanischen Regierung. Diese hatte nach dem Attentat vom 27. Dezember angegeben, die ehemalige Ministerpräsidentin sei an einer Kopfwunde gestorben, als sie durch die Wucht der Explosion gegen ihr Fahrzeug geschleudert wurde.

BERLIN: Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass das El Kaida-Terrornetzwerk Anschläge in Deutschland vorbereitet. Staatssekretär August Hanning vom Bundesinnenministerium sagte, bei den Führern der Terrorgruppe im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sei die Entscheidung gefallen, in der Bundesrepublik Anschläge zu verüben. Nach Erkenntnissen von Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz hat der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr dazu geführt, dass Deutschland in der Hierarchie der Anschlagsziele weit nach oben gerückt sei. Die Extremisten würden gezielt deutsche Muslime rekrutieren, um sie zu Attentätern auszubilden. Im September hatte die Polizei im Sauerland eine mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen und drei Verdächtige festgenommen.

BERLIN: Im Streit mit der NATO über den deutschen Afghanistan-Einsatz hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, die Haltung der Bundesregierung verteidigt. Mit der Bereitstellung weiterer Truppen und Lufttransporter für ein Engagement im Süden des Landes wäre die Bundeswehr überfordert, sagte Robbe. Schon jetzt könnten die deutschen Soldaten in Afghanistan manche Aufträge nur mit logistischer Unterstützung der Verbündeten wahrnehmen. Bei den Hubschrauberkapazitäten seien die Grenzen des Möglichen erreicht.

DÜSSELDORF: Die Eigentümer der Westdeutschen Landesbank haben sich nun doch auf weitere dringend benötigte Finanzhilfen für das schwer in die Verlustzone geratene Geldinstitut verständigt. Die Zukunft der nordrhein-westfälischen Bank sei damit gesichert, teilte die WestLB mit. Vereinbart worden sei eine umfassende Risikoabschirmung. Dem Vernehmen nach wurde ferner in einem ersten Schritt der Abbau von 1.300 Arbeitsplätzen beschlossen. Details sollen in Kürze in einer Pressekonferenz erläutert werden. Die WestLB hatte nach Fehlspekulationen im Aktienhandel und wegen der internationalen Finanzmarktkrise Verluste in Milliardenhöhe verbucht.

BERLIN: Die deutschen Exporteure haben im vorigen Jahr einen neuen Rekordumsatz erzielt. Sie verkauften Waren im Wert von 969 Milliarden Euro ins Ausland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurde das bisherige Ergebnis von 2006 damit um 8,5 Prozent übertroffen. Für dieses Jahr erwartet der Branchenverband wegen der schwächelnden US-Wirtschaft, dem starken Euro und der internationalen Finanzkrise nur noch ein Plus von fünf bis sechs Prozent.

BERLIN: Begleitet von Diskussionen über die Brandkatastrophe in Ludwigshafen mit neun Toten setzt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Besuch in Deutschland fort. Beim Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin soll unter anderem über den Wunsch der Türkei nach einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union und die Beziehungen beider Länder gesprochen werden. Erdogan hatte bei einem Besuch am Unglücksort in Ludwigshafen zu Besonnenheit aufgerufen und die deutschen Rettungskräfte vor Kritik in Schutz genommen. Die Ursache für das verheerende Feuer in einem Wohnhaus ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch immer unklar. Weder ein technischer Defekt noch Brandstiftung könnten ausgeschlossen werden.

WASHINGTON: Der US-Kongress hat grünes Licht für ein umfangreiches Konjunkturprogramm zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft gegeben. Nachdem sowohl Senat als auch Repräsentantenhaus zugestimmt haben, ist jetzt der Weg frei für die Unterzeichnung des entsprechenden Gesetzes durch Präsident George W. Bush. Das Programm mit einem Umfang von mehr als 150 Milliarden Dollar sieht Steuererleichterungen für Millionen Bürger und Investitionsanreize für Unternehmen vor.

PARIS: In Frankreich hat das Parlament den neuen EU-Reformvertrag zur Ratifizierung freigegeben. Nach der Nationalversammlung stimmte in der Nacht zum Freitag auch der Senat zu. Nach der Unterzeichnung des Vertrages durch Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist Frankreich das erste EU-Gründungsmitglied, das das Abkommen ratifiziert hat. Bisher haben mit Ungarn, Slowenien, Malta und Rumänien vier neue EU-Länder den Vertrag angenommen. In Deutschland ist die Ratifizierung für Mai geplant. - Der Reformvertrag löst die ursprünglich geplante EU-Verfassung ab, die 2005 an Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war.

PRAG: In Tschechien hat die Wahl des künftigen Präsidenten begonnen. Die 281 Abgeordneten aus Senat und Parlament kamen dazu am Sitz des Staatsoberhaupts in der Prager Burg zusammen. Der 66-jährige konservative Amtsinhaber Vaclav Klaus kandidiert für eine zweite fünfjährige Amtszeit. Herausgefordert wird er von dem Wirtschaftsprofessor Jan Svejnar, der an der Universität von Michigan lehrt und auch amerikanischer Staatsbürger ist.

BERLIN: Mit dem Dokumentarfilm "Shine A Light" über die Rolling Stones sind die 58. Internationalen Filmfestspiele in Berlin eröffnet worden. Neben US-Regisseur Martin Scorsese präsentierten sich auch die legendären britischen Altrocker auf dem roten Teppich vor dem "Berlinale"-Palast am Potsdamer Platz. - 21 Werke aus aller Welt gehen in das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. --- Ein Sieger steht bereits fest: Der italienische Regisseur Francesco Rosi wird am 14. Februar mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden zunächst dicht bewölkt und regnerisch. Im Tagesverlauf überall sonnig und trocken bei Höchstwerten zwischen fünf und zehn Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: sieben Grad, nach Regen;

Berlin: vier Grad, stark bewölkt;

Dresden: zwei Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: null Grad, fast wolkenlos;

Frankfurt am Main: null Grad, heiter und

München: minus zwei Grad, heiter.

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