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Nachrichten

Freitag, 7. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NAIROBI: Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, hat den UN-Friedenstruppen Versagen beim Schutz der Zivilbevölkerung im Osten seines Landes vorgeworfen. Menschen seien abgeschlachtet worden, ohne dass UN-Soldaten eingeschritten seien, sagte sein Sprecher zum Auftakt des Kongo-Krisengipfels der Afrikanischen Union im kenianischen Nairobi. Kabila beschuldigte zudem erneut den Nachbarstaat Ruanda der Einmischung in den Konflikt zwischen Rebellen und Regierungstruppen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Konfliktparteien erneut auf, ihre Feindseligkeiten einzustellen. Nach Medienberichten sollen bei einem Massaker der Rebellen in der Stadt Kiwanja bis zu 60 junge Männer getötet worden sein.

FRANKFURT AM MAIN: Der vor drei Tagen in der Demokratischen Republik Kongo von Milizen verschleppte Afrika-Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist freigelassen worden. Thomas Scheen und seine beiden einheimischen Mitarbeiter seien jetzt in der Obhut der UN-Friedensoldaten in dem südostafrikanischen Land, teilte die "FAZ" mit. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut. Scheen war im Krisengebiet im Osten des Kongos zwischen die Fronten geraten und entführt worden.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler ist für sechs Tage nach Nigeria geflogen. Er nimmt dort bis Sonntag am 4. Afrika-Forum teil. Anschließend sind politische Gespräche mit der nigerianischen Führung geplant. Das Afrika-Forum gehört zu einer von Köhler ins Leben gerufenen Initiative. Der Bundespräsident machte noch einmal deutlich, dass diese Treffen keine Geber-Konferenzen seien, sondern der weiteren Annäherung dienten. Köhler wies zudem darauf hin, der afrikanische Kontinent werde auch aufgrund der Reformbemühungen in vielen Ländern für den Westen als Handelspartner immer interessanter.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat nochmals die Absicht Russlands kritisiert, als Reaktion auf den US-Raketenschild Kurzstreckenraketen an der Grenze zu Polen zu stationieren. Mit dem bevorstehenden Machtwechsel im Weißen Haus in Washington bestehe die Chance für gute russisch-amerikanische Beziehungen, betonte Steinmeier. Moskau sollte keinen Anlass für weitere Missverständnisse geben. - Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte am Mittwoch angekündigt, Kurzstreckenraketen nach Kaliningrad an der Ostsee verlegen zu lassen. Diese könnten notfalls - so der Kreml - das US-Abwehrsystem neutralisieren, das in Polen und Tschechien aufgebaut werden soll.

WASHINGTON: Nach seinem Wahlsieg hat der designierte US-Präsident Barack Obama eine erste zentrale Personalentscheidung getroffen. Er ernannte den Kongressabgeordneten Rahm Emanuel zum Stabschef im Weißen Haus. Der 48-jährige gilt als einer der wichtigsten demokratischen Politiker im Repräsentantenhaus. In den neunziger Jahren war er bereits als Berater für den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton tätig. An diesem Freitag trifft sich Obama in Chicago mit seinem Übergangsteam und möglichen Ministern seiner künftigen Regierung.

WIESBADEN: In Hessen wird Anfang 2009 ein neuer Landtag gewählt. Nach der FDP, den Grünen, der Linkspartei und der CDU sprachen sich am Donnerstag auch die Sozialdemokraten für diesen Schritt aus. Zuvor war SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zweimal mit der Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung, toleriert durch die Linkspartei, gescheitert. Spitzenkandidat der CDU ist wieder der geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch. Wen die SPD ins Rennen schickt, ist noch offen. Ypsilanti will sich am Samstag äußern. Voraussichtlicher Wahltermin in Hessen ist der 18. Januar.

BERLIN: Nach fast zweijährigen Verhandlungen hat sich die große Koalition auf die Reform der Erbschaftssteuer verständigt. Der Kompromiss sieht vor, dass der hinterbliebene Ehepartner sowie Kinder selbstgenutztes Wohneigentum steuerfrei übernehmen können, sofern sie selbst weiter in der Immobilie wohnen. Firmenerben sollen von der Erbschaftssteuer befreit werden, wenn sie das Unternehmen zehn Jahre lang weiter führen und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Reform soll zum 1. Januar in Kraft treten.

BRÜSSEL: Die EU-Staats- und Regierungschefs bereiten mit einem Sondertreffen den Welt-Finanzgipfel in der kommenden Woche in Washington vor. Dort soll eine Reform des globalen Finanzsystems auf den Weg gebracht werden, um eine Wiederholung der schweren Bankenkrise zu verhindern. Die Europäische Union will ihre Partner davon überzeugen, die Finanzmärkte in Zukunft schärfer zu kontrollieren. Im Kreis der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer drängt sie darauf, innerhalb von einhundert Tagen konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Die asiatischen Länder unterstützen diese Initiative grundsätzlich. Die USA und Kanada haben sich im Vorfeld allerdings skeptisch über eine starke Regulierung der Finanzmärkte geäußert.

ISLAMABAD: Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie die pakistanischen Behörden mitteilten, handelt es sich bei den Opfern um El Kaida-nahe Aufständische. Die Raketen trafen demnach ein Versteck der Extremisten in Nord-Wasiristan nahe der Grenze zu Afghanistan. Die wiederholten US-Raketenangriffe auf Ziele im Norden Pakistans belasten die Beziehungen zwischen Islamabad und Washington zunehmend. Zuletzt waren am 31. Oktober bei zwei US-Angriffen mehr als 30 Menschen getötet worden.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat gegen den Iran wegen dessen umstrittener Urananreicherung weitere finanzielle Sanktionen verhängt. Demnach dürfen von sofort an US-Banken nicht mehr als Zwischenstation für Überweisungen an den Iran agieren. Die USA werfen dem Iran vor, am Bau von Atombomben zu arbeiten. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits mehrfach Sanktionen gegen Teheran verhängt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt, gebietsweise etwas Regen. Westlich des Rheins und in Richtung Alpen Auflockerungen. Höchstwerte neun bis 15 Grad.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: 10 Grad, leichtes Nieseln;

Berlin: 11 Grad, dunstig;

Dresden: 9 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: 8 Grad, heiter;

Frankfurt am Main: 10 Grad, stark bewölkt und

München: 8 Grad, dunstig.


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