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Nachrichten

Freitag, 7. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern werden ab dem 17. Mai streiken. In einer Urabstimmung der Gewerkschaft Marburger Bund stimmten 93 Prozent für den Ausstand. Die Tarifverhandlungen waren Anfang April gescheitert. Die Mediziner fordern fünf Prozent mehr Gehalt und besser bezahlte Bereitschaftsdienste. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,9 Prozent angeboten.

BERLIN: Bundestag und Bundesrat beraten abschließend über die deutschen Kredite an das verschuldete Griechenland in Höhe von 22,4 Milliarden Euro. Eine Zustimmung in beiden Kammern gilt als sicher. Im Bundestag wollen neben den Regierungsfraktionen von Union und FDP auch die Grünen Ja sagen. Die SPD hat Enthaltung angekündigt. Die Linke lehnt das Gesetz ab.

LONDON: Nach der Auszählung der meisten Wahlkreise in Großbritannien deutet alles darauf hin, dass die Konservativen die stärkste Partei werden - allerdings ohne die absolute Mehrheit zu erreichen. Nach einer Hochrechnung der BBC kommen die Tories auf 306 Sitze. Labour liegt danach bei 262 Sitzen und die Liberaldemokraten bei 55. Damit würde es erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten zu einer Koalitions- oder Minderheitsregierung in Großbritannien kommen. Der Führer der Konservativen, Cameron, erklärte, die bislang regierende Labour-Partei habe nach ihren deutlichen Verlusten das Recht zu regieren verloren. Premierminister Brown deutete an, dass er versuchen wolle, die Macht für seine Partei durch die Bildung einer Koalitionsregierung zu erhalten.

ANKARA: Das türkische Parlament hat eine umfangreiche Verfassungsreform verabschiedet und damit den Weg für ein Referendum freigemacht. Das Maßnahmenbündel aus fast 30 Einzelartikeln beinhaltet unter anderem Reformen zur Stärkung der zivilen Kontrolle über die Militärs. Umstritten ist vor allem die Justizreform, die von Regierungsgegnern als verfassungswidriger Eingriff in die Gewaltenteilung kritisiert wird. Ein ebenfalls kontroverses Vorhaben zur Erschwerung von Parteiverboten erhielt bei der Einzelabstimmung nicht die erforderliche Mehrheit und musste aus dem Paket entfernt werden.

PEKING: Die Gespräche der chinesischen Führung mit Nordkoreas Militärmachthaber Kim in China haben keinen Durchbruch für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms gebracht. In seinem Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Hu habe Kim nur seine Bereitschaft erklärt, mit China günstige Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche zu schaffen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

NEW ORLEANS: Vor der Küste von Louisiana hat das Absenken der riesigen Stahlbetonglocke zur Abdichtung der Öllecks im Golf von Mexiko begonnen. Die Anlage soll bis zu 85 Prozent des austretenden Öls auffangen. Unterdessen erreichte das erste Öl einige vorgelagerte Inseln. Einsatzkräfte des britischen Ölkonzerns BP legten schwimmende Barrieren aus, um die Ufer und die dort lebenden Vögel zu schützen.

ESSEN: Den Bundesländern droht wegen der großen Menge ungenutzten Impfstoffes gegen Schweinegrippe ein finanzieller Verlust von mehr als 250 Millionen Euro. Das niedersächsische Gesundheitsministerium bestätigte der WAZ-Zeitungsgruppe, dass vorerst alle Bemühungen gescheitert seien, wenigstens einen Teil des überflüssigen Serums ins Ausland zu verkaufen. Bundesweit sind danach noch rund 30 Millionen Impfdosen ungenutzt, mehr als ein Fünftel davon in Nordrhein-Westfalen. Zunächst hätten Staaten wie Albanien, Moldawien, Mazedonien, Kosovo und die Mongolei Kaufinteresse gezeigt, hieß es. Mit abnehmender Angst vor der Schweinegrippe hätten diese aber abgewinkt.

MÜNCHEN: Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Zwischen Januar und März fiel nach Angaben der Münchner Bank vor allem wegen der Risiko-Vorsorge gegen faule Kredite ein Verlust von 324 Millionen Euro an. Im Vorjahr waren es 406 Millionen Euro. Nach der knapp verhinderten Pleite und staatlichen Hilfen von mehr als 100 Milliarden Euro erwartet der Konzernvorstand frühestens für 2012 wieder Gewinne.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im äußersten Osten und Südosten weitgehend trocken. Sonst meist stark bewölkt und regnerisch. Die Höchsttemperaturen erreichen sieben bis 12 Grad.

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