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Nachrichten

Freitag, 7. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

POTSDAM: Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind nach der fünften Runde für gescheitert erklärt worden. Laut Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble konnten sich beide Seiten, vor allem bei der Arbeitszeit, nicht annähern. Die Arbeitgeber würden die Schlichtung anrufen, die bis Ende März laufen solle. Als Schlichter stehen der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth und der frühere Oberbürgermeister Hannovers, Herbert Schmalstieg, bereit. Während der Zeit sind Streiks nicht erlaubt. Für den 29. März wurde eine neue Verhandlungsrunde vereinbart. Die Gewerkschaften lehnen das Angebot der Arbeitgeber von fünf Prozent mehr Lohn verteilt auf zwei Jahre bei einer verlängerten Arbeitszeit ab. Sie fordern für die 1,3 Millionen Beschäftigten acht Prozent mehr Lohn.

WIESBADEN: Die für diesen Freitag geplanten Koalitionsgespräche zwischen der hessischen SPD und den Grünen sind auf kommende Woche verschoben worden. Eine Grünen-Sprecherin sagte, die Gespräche sollten jetzt voraussichtlich am Montag stattfinden. Als Grund wurden die Unstimmigkeiten innerhalb der SPD genannt. Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti sieht sich mit heftigem Widerstand aus den eigenen Reihen ob ihrer Absicht konfrontiert, sich mit Hilfe der Linkspartei zur Regierungschefin wählen zu lassen. Sie würde bei zwei Abweichlern aus dem Lager von SPD, Grünen und Linken nicht gewählt. Ypsilanti traf sich derweil mit der Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger, um sie noch umzustimmen.

HAMBURG: In Hamburg rückt das erste Bündnis zwischen CDU und Grünen auf Landesebene näher. Nach der Landes-CDU stimmten auch die Mitglieder der Grün-Alternativen Liste (GAL) der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu. Landeschefin Anja Hajduk sagte, die CDU habe Zugeständnisse in einigen wesentlichen Punkten gemacht. Dazu gehöre eine sechsjährige gemeinsame Schulzeit für alle Kinder sowie die Abschaffung von Studiengebühren. Kein Entgegenkommen sei allerdings bei der nächsten geplanten Elbvertiefung gezeigt worden. Die CDU hatte bei der Bürgerschaftswahl Ende Februar ihre absolute Mehrheit verloren. Die CDU-Spitze schließt mögliche Verhandlungen auch mit der SPD weiter nicht aus.

JERUSALEM: Nach dem folgenschwersten Anschlag in Israel seit mehr als einem Jahr sind die Sicherheitskräfte des Landes in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Ziel sei es, weitere mögliche Attentate, aber auch Racheakte extremistischer Israelis zu verhindern, teilte die Polizei mit. Bei dem Anschlag auf eine Jerusalemer Religionsschule waren am Donnerstagabend acht Jugendliche getötet und etliche verletzt worden. Nach Angaben der Behörden war ein bewaffneter Palästinenser in das Schulgebäude eingedrungen und hatte wahllos um sich gefeuert. Der Attentäter selbst wurde von einem israelischen Soldaten erschossen. Während der Anschlag international Entsetzen auslöste, konnte sich der Weltsicherheitsrat nicht auf eine Verurteilung der Tat einigen. Libyen habe eine entsprechende Erklärung verhindert, berichteten Diplomaten.

BAGDAD: Bei einem Doppelanschlag im Irak sind nach jüngsten Angaben fast 70 Menschen getötet worden, mehr als 100 Personen wurden verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war in Bagdad zunächst ein Sprengsatz im überwiegend von Schiiten bewohnten Geschäftsviertel Karrada detoniert. Wenige Minuten später sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Menschenmenge in die Luft, die sich am Ort des ersten Anschlags gebildet hatte. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat. Unterdessen ereignete sich im Norden des Irak ein weiterer Selbstmordanschlag. In der Stadt Mossul riss ein Attentäter mehrere Polizisten mit in den Tod.

MANAGUA: Nach den lateinamerikanischen Staaten Ecuador und Venezuela hat jetzt auch Nicaragua die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen. Präsident Daniel Ortega begründete diesen Schritt - wie zuvor die beiden anderen Regierungen - mit dem kolumbianischen Angriff auf einen Stützpunkt der FARC-Rebellen im benachbarten Ecuador vom Samstag. Bei dem Militärschlag waren ein Anführer der kolumbianischen Rebellen und weitere Kämpfer getötet worden. Derzeit hält sich Ecuadors Präsident Rafael Correa in Nicaragua auf. Correa wirbt auf einer Rundreise durch die Staaten der Region für seine Haltung gegenüber Kolumbien. Ecuador verlangt eine internationale Verurteilung des kolumbianischen Militäreinsatzes.

COLOMBO: Im Norden Sri Lankas ist es wieder zu heftigen Gefechten zwischen Soldaten und tamilischen Rebellen gekommen. Dabei seien mehr als 40 Aufständische und fünf Soldaten getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Colombo mit. Die Kämpfe in dem Inselstaat haben wieder deutlich zugenommen, seit die Regierung den ohnehin brüchigen Waffenstillstand von 2002 Anfang des Jahres einseitig aufgekündigt hatte.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den norwegischen Diplomaten Kai Eide zum neuen Afghanistan-Beauftragten der Vereinten Nationen ernannt. Eine seiner Aufgaben wird die Koordinierung humanitärer Hilfsmaßnahmen sein. Eide löst den Deutschen Tom Koenigs ab. Die Ernennung des norwegischen Diplomaten muss nun noch vom Weltsicherheitsrat gebilligt werden, was jedoch als Formsache gilt.

WASHINGTON: Der demokratische US-Präsidentschaftsanwärter Barack Obama hat im Februar 55 Millionen US-Dollar an Spenden gesammelt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Noch nie sei während eines Wahlkampfes in den USA binnen vier Wochen an einen Kandidaten so viel Geld geflossen, berichtet der Fernsehsender CNN. Seine Rivalin, Senatorin Hillary Clinton, kam im selben Zeitraum auf Spenden in Höhe von 35 Millionen Dollar.

WASHINGTON: Im US-Bundesstaat Arizona ist das leistungsstärkste Teleskop der Welt in Betrieb genommen worden. Das Gerät hat zwei Spiegel im Durchmesser von mehr als acht Metern und liefert eine zehn Mal höhere Bildauflösung als das Weltraumteleskop 'Hubble'. Das Teleskop kostete umgerechnet knapp 80 Millionen Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, im Norden gelegentlich Nieselregen, im Süden heiter. Tageswerte zwischen vier und zwölf Grad.

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