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Nachrichten

Freitag, 7. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Die deutschen Exporte sind im ersten Halbjahr um fast ein Viertel eingebrochen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes führten die Unternehmen von Januar bis Juni Waren im Wert von rund 392 Milliarden Euro aus - das entspricht einem Minus von mehr als 23 Prozent. Aber es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Im Juni 2009 zeichnete sich nach Angaben des Amtes wieder eine deutliche Erholung des Außenhandels ab. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vormonat um sieben Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit September 2006.

MÜNCHEN: Die mit Staatsgeldern gerettete Immobilienbank Hypo Real Estate hat im ersten Halbjahr 2009 vor allem wegen Wertberichtigungen von "faulen Immobilienkrediten" einen Milliardenverlust erzielt. Der Fehlbetrag lag nach Angaben der HRE bei rund 1,1 Milliarden Euro, nach 160 Millionen Überschuss im Vorjahreszeitraum. Auch die Zukunft der Bank sieht nicht gut aus. Er gehe davon aus, dass vor 2012 kein Gewinn mehr eingefahren werde, erklärte HRE-Chef Axel Wieandt. - Im letzten Jahr musste das Bankinstitut nach Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa von der Bundesregierung gerettet werden. Hilfen vom Bund und Banken über 100 Milliarden Euro halten die HRE künstlich am Leben.

BERLIN: EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat harte Strafen für Abwrack-Betrüger in Deutschland gefordert. Wie seine Sprecherin Barbara Helferich der "Bild"-Zeitung sagte, bestehe Handlungsbedarf. Abgewrackte Autos seien giftiger Abfall, der nicht in Länder außerhalb der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) exportiert werden dürfe. Nach Einschätzung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter wird im Zusammenhang mit der Abwrackprämie massenhaft betrogen. Bis zu 50.000 Fahrzeuge sollen demnach nicht in der Schrottpresse gelandet, sondern illegal nach Afrika oder Osteuropa ausgeführt worden sein.

WASHINGTON: In den USA ist der Weg für die von Präsident Barack Obama gewünschte Ausweitung der Abwrackprämie frei. Nach dem Repräsentantenhaus bewilligte auch der US-Senat die Aufstockung der Mittel um zwei Milliarden Dollar. Der bisher eine Milliarde Dollar umfassende Fördertopf des erst Ende Juli gestarteten Programms ist beinahe aufgebraucht. Allein in der ersten Woche nach Einführung der Abwrackprämie nach deutschem Vorbild wurden mehr als 200.000 Autos verkauft. US-Käufer können bis zu 4500 Dollar bekommen, wenn sie ihr altes Fahrzeug gegen ein neues eintauschen. Die Höhe der Prämie richtet sich nach der Umweltfreundlichkeit des Autos.

ISLAMABAD: Der Anführer der pakistanischen Taliban, Baitullah Mehsud, ist bei einem US-Luftangriff im Stammesgebiet Süd-Waziristan getötet worden. Dies teilten Vertreter der radikal-islamischen Aufständischen mit und bestätigten damit entsprechende Informationen der pakistanischen Behörden. Nach Angaben des Innenministeriums starben bei dem US-Raketenangriff am Mittwoch im Grenzgebiet zu Afghanistan bis zu zehn Menschen. Mehsud galt in Pakistan als Staatsfeind Nummer eins. Er wurde unter anderem für den Mord an Ex-Premierministerin Benazir Bhutto verantwortlich gemacht. Zudem soll er Drahtzieher zahlreicher Selbstmordanschläge gewesen sein.

BERLIN: Ein Jahr nach dem Krieg zwischen Georgien und Russland leben nach Angaben von "Amnesty International" noch immer 24.000 von ehemals knapp 200.000 Flüchtlingen fernab ihrer Heimat. Die Konfliktzone in Abchasien und Südossetien sei teilweise regelrecht entvölkert worden, heißt es in einer aktuellen Bilanz der Menschenrechtsorganisation. Auf die meisten Rückkehrer warte zudem eine unsichere und ungewisse Zukunft. Vor allem in Südossetien sehe die Lage für die Zivilbevölkerung düster aus. Unter Berufung auf eigene Nachforschungen berichtet Amnesty von konkreten Hinweisen auf Kriegsverbrechen sowohl auf georgischer als auch auf südossetischer und russischer Seite. Noch sei niemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden.

LONDON: Der legendäre britische Posträuber Ronald Biggs wird an diesem Freitag aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen. Justizminister Jack Straw sagte, er habe sich für die Freilassung entschieden, weil bei dem fast 80-Jährigen keine Hoffnung auf Besserung bestehe. Biggs kann nach mehreren Schlaganfällen nicht mehr gehen, sprechen und essen.

Wegen seiner Teilnahme an einem Raub auf einen Postzug 1963 hat er Kriminalgeschichte geschrieben. Mit 14 Komplizen erbeutete er 2,6 Millionen Pfund. 1964 wurde Biggs zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt, floh aber aus dem Gefängnis. 36 Jahre lang tauchte er im Ausland unter. Erst im Mai 2001 stellte sich Biggs den britischen Behörden.

NEW YORK: Der amerikanische Regisseur John Hughes ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Er war in den 80er und 90er Jahren für zahlreiche Hollywood-Komödien verantwortlich. So brachte er unter anderem "Kevin - Allein zu Haus", "Ferris macht blau" oder "101 Dalmatiner" auf die Leinwand.

PEKING: In Erwartung des Taifuns "Morakot" haben Chinas Behörden zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua mussten allein in der südöstlichen Provinz Fujian fast 22.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Knapp 34.000 Boote seien zurück in die Häfen gerufen worden. In Taiwan, wo der Wirbelsturm noch an diesem Freitag erwartet wird, blieben zahlreiche Schulen und Geschäfte geschlossen, alle Inlandsflüge wurden gestrichen. Nach Auskunft der Meteorologen wird der Taifun mit Windgeschwindigkeiten von bis 180 Stundenkilometern auf Land treffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND, die Vorhersage für Freitag:

Sonnig, am Abend kommen im Westen und Südwesten örtliche Schauer und Gewitter auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 und 32 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist leichter Bewölkung:

Hamburg und Berlin: 19 Grad;

Dresden: 18 Grad;

Frankfurt am Main und Köln/Bonn: 20 Grad sowie

München: 16 Grad.

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