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Nachrichten

Freitag, 7. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

KIEL: Der Wasserstand der Elbe bei Lauenburg in Schleswig-Holstein hat den höchsten Pegelstand der so genannten Jahrhundertflut vom August 2002 übertroffen. Wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes mitteilte, wurden am Morgen 8,73 Meter registriert. Im August 2002 lag der Höchstwert bei 8,70 Metern. Die Tendenz sei weiter steigend, so dass weitere Teile der historischen Altstadt überschwemmt würden, hieß es. Besonders betroffen von der Flut bleibt Hitzacker. Die Straßen der niedersächsischen Stadt sind überflutet. Elbeaufwärts in Sachsen entspannt sich dagegen langsam die Lage. Dort sinken die Pegelstände.

DRESDEN: Nach dem ersten Fall von Vogelgrippe in einer deutschen Geflügelfarm haben die Behörden drastische Schritte zur Schadensbegrenzung eingeleitet. In Sachsen wurde in Wermsdorf und Umgebung mit der Tötung von mehr als 30.000 Tieren aus gewerblichen und privaten Geflügelbeständen begonnen. Außerdem sollen landesweit die Genehmigungen für Ausnahmen von der Stallpflicht widerrufen werden. Bundesagrarminister Horst Seehofer lobte das Verhalten der sächsischen Behörden. Seehofer vermutet, dass das Virus vermutlich von Wildvögeln übertragen wurde. Inzwischen leidet auch die deutsche Geflügelwirtschaft unter dem Vogelgrippefall. Die Nachfrage ging um 20 Prozent zurück.

PASSAU: Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, hat die Kritik der Gewerkschaften am Tarifangebot in der Metall- und Elektroindustrie zurückgewiesen. Das Angebot sei fair und realistisch, sagte Kannegiesser der 'Passauer Neuen Presse' Es spiegele die durchschnittliche Leistungsfähigkeit der Betriebe wieder und orientiere sich an der Produktivitätsentwicklung. Die Gewerkschaft hatte das Angebot dagegen als Provokation bezeichnet. Die Arbeitgeber hatten am Donnerstag jeweils 1,2 Prozent mehr Lohn zum 1. März 2006 und zum 1. März 2007 und außerdem Einmalzahlungen von 0,6 Prozent und 0,4 Prozent angeboten. Die IG Metall verlangt für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche fünf Prozent mehr Geld.

WIESBADEN: Die Exporte bleiben der Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft. Im Februar exportierten deutsche Firmen Waren im Wert von rund 70 Milliarden Euro ins Ausland, das waren knapp 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Gleichzeitig stiegen die Einfuhren um 24 Prozent auf 57 Milliarden Euro.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush gerät wegen des Irak-Kriegs weiter unter Druck. Nach Aussage eines früheren Mitarbeiters des Präsidialamts soll Bush die Weitergabe vertraulicher Geheimdienstinformationen über den Irak an die Medien angeordnet haben. Das geht aus Gerichtsakten in dem Verfahren um die Enttarnung einer CIA-Agentin hervor. Die Informationen bezogen sich jedoch auf die Lage im Irak vor Beginn des Kriegs im März 2003. Die Anweisung zur Weitergabe der Dokumente im Sommer 2003 erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem Bush wegen nicht gefundener Massenvernichtungswaffen zunehmend in die Kritik geriet.

WASHINGTON: Nach langwierigen Verhandlungen hat sich der amerikanische Senat auf einen Kompromiss bei der angestrebten Reform des Einwanderungsrechts geeinigt. Danach sollen sieben Millionen der insgesamt etwa zwölf Millionen illegalen Einwanderer in den USA bleiben dürfen und ein Aufenthaltsrecht bekommen. Die übrigen sollen des Landes verwiesen werden. Präsident George W. Bush zeigte sich mit dem Gesetzentwurf zufrieden. Erwartet werden jetzt jedoch schwierige Diskussionen mit dem Repräsentantenhaus. In dieser Kongresskammer haben die Befürworter eines deutlich härteren Kurses gegenüber den Einwanderern die Mehrheit.

SEOUL: Süd- und Nordkorea wollen in zwei Wochen eine neue Runde von Ministergesprächen über eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen aufnehmen. Südkorea habe den Vorschlag Nordkoreas angenommen, die zuvor verschobenen Gespräche vom 21. bis 24. April in Pjöngjang nachzuholen, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Nordkorea hatte die ursprünglich für März geplante Gesprächsrunde aus Protest gegen das alljährliche Manöver der US- Streitkräfte mit dem südkoreanischen Militär einseitig verschoben.

DUBLIN: Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Kollege Bertie Ahern haben die zerstrittenen Parteien in Nordirland ultimativ zur Regierungsbildung aufgefordert. Falls es bis Mitte November kein Allparteienkabinett geben sollte, werde die britische Provinz wieder direkt von London aus regiert, teilten beide Politiker nach einem Treffen in der irischen Stadt Armagh mit. Die Selbstverwaltung pro-britischer Protestanten und pro-irischer Katholiken ist seit 2002 ausgesetzt.

GENF: Um erfolgreich Krankheiten und Seuchen bekämpfen zu können, müssten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als vier Millionen zusätzliche Ärzte und Krankenschwestern beschäftigt werden. 2,3 Millionen Pflegekräfte fehlten in Entwicklungsländern, heißt es im Jahresbericht der WHO. In etlichen Staaten könnten Aids, Tuberkulose oder Malaria nicht behandelt und Kinder nicht geimpft werden. Am schlimmsten betroffen von dem Ärztemangel sind laut WHO Indonesien, Indien, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Tansania und Peru.

ZUM FUSSBALL: Schalke 04 hat erstmals seit 1997 das Halbfinale des UEFA-Pokals erreicht. Nach seinem 3:1-Sieg im Hinspiel gegen Levski Sofia reichte dem Bundesligisten am Donnerstag im eigenen Stadion ein 1:1 zum Einzug in die Runde der letzten Vier. Gegner ist dort der FC Sevilla.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Norddeutschland teils bewölkt, teils auch freundlich, örtlich geringer Regen. Im Süden meist sonnig. Tagestemperaturen zwischen sieben und 16 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 5°, nach Regen;

Berlin: 4°, wolkig;

Dresden: 3°, bedeckt;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 2°, leicht bewölkt sowie

München: minus 1°, leicht bewölkt.