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Nachrichten

Freitag, 6. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

WIEN: Der Milliardär und frühere Industrielle Friedrich Karl Flick ist im Alter vom 79 Jahren gestorben. Das teilte soeben sein Vermögensverwalter in Wien mit. Flick starb demnach bereits am Donnerstag im Kreise seiner Familie in seinem Haus am Wörthersee.
Flick hatte eine der größten deutschen Industriegruppen besessen, von der er sich Mitte der 80er Jahre trennte.

ISTANBUL: Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Unterstützung
Deutschlands bei den Beitrittsbemühungen seines Landes zur Europäischen Union geworben. Ein Beitritt der Türkei zur EU könne in der ganzen Welt ein Zeichen setzen, dass unterschiedliche Religionen mit universell gültigen Werten vereinbar seien, sagte Erdogan bei einem traditionellen Abendmahl zum muslimischen Fastenbrechen in Istanbul. Merkel sprach sich dabei für einen intensiven kulturellen und religiösen Dialog zwischen Deutschen und Türken aus. In Interviews für deutsche TV-Sender hob sie hervor, dass ein Einlenken der Türkei im Zypern-Konflikt Voraussetzung bleibe für erfolgreiche Beitrittsverhandlungen.

BAGDAD: Die USA haben die verschiedenen politischen Gruppierungen im Irak eindringlich zur Überwindung ihrer Differenzen aufgefordert. Angesichts der massiven Gewalt im Land müssten alle Parteien ihre politische Untätigkeit beenden, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice bei einem nicht angekündigten Besuch in Bagdad. Der Irak habe nicht die Zeit, endlos zu diskutieren. Bei Anschlägen und Überfällen werden jeden Tag etwa 100 Menschen getötet. - Anschließend flog Rice ins nordirakische Arbil, um den Präsidenten des kurdischen Autonomiegebiets, Massud Barsani, zu treffen.

NEW YORK: China, engster politischer Verbündeter und wichtigster Handelspartner Nordkoreas, hat die Regierung in Pjöngjang eindringlich vor einem Atomwaffentest gewarnt. Der chinesische UN-Botschafter Wang Guangya betonte in New York, niemand werde Nordkorea schützen, wenn es an seiner Absicht festhalte. Der Weltsicherheitsrat verständigte sich nach langer Diskussion auf einen Text, in dem der nordkoreanischen Führung für den Fall eines atomaren Tests mit Maßnahmen im Rahmen der UN-Charta gedroht wird. Sanktionen oder ein mögliches militärisches Vorgehen sind bislang aber nicht vorgesehen. Der von Japan eingebrachte Entwurf muss jetzt von den Regierungen gebilligt werden.

COLOMBO: Ungeachtet der vereinbarten Wiederaufnahme der Friedensgespräche für Sri Lanka dauern die Gefechte zwischen Regierungssoldaten und tamilischen Rebellen an. Die Armee schlug nach eigenen Angaben im östlichen Bezirk Batticaloa eine Offensive der Aufständischen zurück. Dabei seien mehr als 20 Kämpfer der so genannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' getötet worden.

ABIDJAN: Einige Wochen nach Bekanntwerden des Giftmüllskandals in der Elfenbeinküste haben die Behörden mehr als die Hälfte der betroffenen Müllhalden in der Hauptstadt entgiftet. In zehn von bislang 17 gezählten Deponien seien die gefährlichen Stoffe abgepumpt und der Boden abgetragen worden, teilten die Behörden mit. Ein von einem internationalen Konzern gechartertes Schiff unter griechischer Flagge hatte im August mehr als 500 Tonnen Giftmüll nach Abidjan gebracht. Bislang starben acht Menschen daran.
Die Giftfracht soll in Containern nach Europa zurückgebracht werden.

GENF: Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jährlich zwei Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung.
Davon fielen etwa 1,2 Millionen Menschen den Schadstoffen zum Opfer, die sie zuhause beim Verfeuern von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen verursachten, heißt es in einem Bericht der WHO zur Luftverschmutzung. Weitere 800.000 Menschen würden jedes Jahr vorzeitig an den Folgen öffentlicher Luftverschmutzung sterben. Zu den Städten mit der schmutzigsten Luft zählen dem Bericht zufolge Karatschi, Neu-Delhi, Katmandu, Peking, Lima und Kairo.

BERLIN: Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck rechnet trotz der massiven Kritik mit einer ausreichenden Mehrheit für die umstrittene Gesundheitsreform in Bundestag und Bundesrat. Beck sagte, er sei sicher, dass die Einigung tragfähig sei. Zuvor hatten Opposition, Krankenkassen und Verbände den erzielten Kompromiss einhellig abgelehnt. Jetzt werden auch Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit laut. Zentrale Punkte der Gesundheitsreform seien nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, sagte der Präsident des Berliner Verfassungsgerichtshofs, Helge Sodan, der "Thüringer Allgemeinen".
Die Chefs der DAK und der Techniker Krankenkasse sehen in dem
Koalitionskompromiss keine tragfähige Grundlage zur Sicherung des Gesundheitssystems.

MÜNCHEN: Einige hundert Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben am Morgen in München und Nürnberg durch Warnstreiks vorübergehend Nah- und Fernzüge blockiert. Zehntausende Berufspendler und Reisende saßen fest. Mit den Streiks kämpfen die Gewerkschaften um Arbeitsplatzgarantien bei einer geplanten Konzern-Privatisierung bis zum Jahr 2010.

LUXEMBURG: Die Europäische Union und die USA haben sich im Streit um die künftige Übermittlung von Fluggastdaten geeinigt. Das teilte der EU-Ministerrat mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Botschafter der 25 EU-Staaten hatten in Luxemburg bis Freitag früh verhandelt. Die USA lassen Flugzeuge aus Europa nur landen, wenn sie zuvor bis zu 34 Angaben zu jedem Passagier erhalten haben. Nach Angaben des zuständigen EU-Kommissars Franco Frattini ging es bei den Verhandlungen darum, den europäischen Wunsch nach angemessenem Datenschutz mit den Sicherheitsbedürfnissen der Amerikaner zu koordinieren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Osten abziehender Regen. An der Nordsee noch Schauer, sonst wechselhaft und kaum Sonne. Temperaturen maximal 14 bis 20 Grad. Abends aus Westen neuer Regen und Sturmböen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 06.10.2006
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  • Datum 06.10.2006
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